OLG Köln - Beschluss vom 14.10.1997
26 WF 100/97
Normen:
KostO § 2 Nr. 2, § 5 ; KostVfg § 7, § 8; BGB § 1696 ;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 1455
OLGReport-Köln 1998, 159

Nach ganz herrschender Meinung sind in Verfahren nach §§ 1671, 1672, 1634 BGB a.F. bzw. nach §§ 1671, 1684 BGB n.F., in denen erstmals eine Entscheidung über das Sorgerecht bzw. das Umgangsrecht zu treffen ist, regelmäßig die Interessen des Kindes und beider Elternteile betroffen. Auf ein Sorgerechtsabänderungsverfahren gemäß § 1696 BGB, bei dem es sich zweifelsfrei um ein Amtsverfahren handelt, ist dieser Grundsatz jedoch nicht zu übertragen. Eine solche Entscheidung liegt im allgemeinen nicht im Interesse des bisherigen Sorgerechtsinhabers, der dem Abänderungsbegehren entgegentritt. Dieser kann daher zu Sachverständigenkosten nicht herangezogen werden. Erst recht hat dies zu gelten, wenn das Abänderungsbegehren erfolglos geblieben ist. In einem derartigen Fall ist alleine der Antragsteller als Interessenschuldner im Sinne des §2 Nr. 2 KostO - wenn keine anderslautende Kostenentscheidung des Gerichts vorliegt - anzusehen.

OLG Köln, Beschluss vom 14.10.1997 - Aktenzeichen 26 WF 100/97

DRsp Nr. 1999/1329

Nach ganz herrschender Meinung sind in Verfahren nach §§ 1671 , 1672 , 1634 BGB a.F. bzw. nach §§ 1671 , 1684 BGB n.F., in denen erstmals eine Entscheidung über das Sorgerecht bzw. das Umgangsrecht zu treffen ist, regelmäßig die Interessen des Kindes und beider Elternteile betroffen. Auf ein Sorgerechtsabänderungsverfahren gemäß § 1696 BGB , bei dem es sich zweifelsfrei um ein Amtsverfahren handelt, ist dieser Grundsatz jedoch nicht zu übertragen. Eine solche Entscheidung liegt im allgemeinen nicht im Interesse des bisherigen Sorgerechtsinhabers, der dem Abänderungsbegehren entgegentritt. Dieser kann daher zu Sachverständigenkosten nicht herangezogen werden. Erst recht hat dies zu gelten, wenn das Abänderungsbegehren erfolglos geblieben ist. In einem derartigen Fall ist alleine der Antragsteller als Interessenschuldner im Sinne des §2 Nr. 2 KostO - wenn keine anderslautende Kostenentscheidung des Gerichts vorliegt - anzusehen.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“