OLG Köln - Urteil vom 17.04.1984
25 UF 178/83
Normen:
BGB § 1606 Abs. 3 S. 2;
Fundstellen:
FamRZ 1984, 1139

Nach Interessenlage und Normzweck kann es für die Anwendung des § 1606 Abs. 3 S. 2 BGB über ihren Wortlaut hinaus nicht auf den formellen Eintritt der Volljährigkeit ankommen, sondern vielmehr darauf, ob die tatsächlichen Lebensbedingungen, welche die Norm erkennbar erfassen will, - noch - gegeben sind oder nicht. Wenn ein unterhaltsberechtigtes Kind über den Zeitpunkt der Volljährigkeit hinaus die Schule besucht und noch im Haushalt seiner Mutter lebt und von ihr versorgt wird, scheidet eine Barunterhaltspflicht der das volljährige Kind betreuenden Mutter aus. In einem derartigen Fall ist daher nur der Kindesvater ebenso wie gegenüber einem minderjährigen Kind barunterhaltspflichtig.Nach Abschluß der Schulausbildung ist für eine derartige Gesetzesanalogie aber kein Raum mehr. Es besteht dann Grund mehr, das Kind anders zu behandeln als jedes andere volljährige Kind.

OLG Köln, Urteil vom 17.04.1984 - Aktenzeichen 25 UF 178/83

DRsp Nr. 1995/6608

Nach Interessenlage und Normzweck kann es für die Anwendung des § 1606 Abs. 3 S. 2 BGB über ihren Wortlaut hinaus nicht auf den formellen Eintritt der Volljährigkeit ankommen, sondern vielmehr darauf, ob die tatsächlichen Lebensbedingungen, welche die Norm erkennbar erfassen will, - noch - gegeben sind oder nicht. Wenn ein unterhaltsberechtigtes Kind über den Zeitpunkt der Volljährigkeit hinaus die Schule besucht und noch im Haushalt seiner Mutter lebt und von ihr versorgt wird, scheidet eine Barunterhaltspflicht der das volljährige Kind betreuenden Mutter aus. In einem derartigen Fall ist daher nur der Kindesvater ebenso wie gegenüber einem minderjährigen Kind barunterhaltspflichtig. Nach Abschluß der Schulausbildung ist für eine derartige Gesetzesanalogie aber kein Raum mehr. Es besteht dann Grund mehr, das Kind anders zu behandeln als jedes andere volljährige Kind.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“