OLG Hamm - Beschluss vom 22.12.2006
2 Sdb FamS Zust 14/06
Normen:
ZPO § 36 Abs. 1 Nr. 6 ; ZPO § 606 Abs. 1 S. 2 ;
Fundstellen:
FamRZ 2008, 1007
Vorinstanzen:
AG Gelsenkirchen, - Vorinstanzaktenzeichen 24 F 237/06

örtliche Zuständigkeit des Familiensgerichts im Scheidungsverfahren

OLG Hamm, Beschluss vom 22.12.2006 - Aktenzeichen 2 Sdb FamS Zust 14/06

DRsp Nr. 2007/2425

örtliche Zuständigkeit des Familiensgerichts im Scheidungsverfahren

1. Das zuständige Gerich kann in sinngemäßer Anwendung der Vorschrift des § 36 I Nr. 6 ZPO auch dann bestimmt werden kann, wenn sich eine Scheidung noch im Stadium der Prozesskostenhilfeprüfung befindet und deshalb von keinem der sich um die Zuständigkeit streitenden Gerichte eine bindende Verweisung vorgenommen werden kann. 2. Ändern sich nach Einreichung des Scheidungsantrags aber vor Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Zustellung der Antragschrift die zuständigkeitsbegründenden Tatsachen, beispielsweise durch Umzug, ändert sich auch die Zuständigkeit des Gerichts. 3. Die Regelung des § 606 I 2 ZPO stellt nicht auf den Wohnsitz, sondern auf den gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes ab. Gewöhnlicher Aufenthalt ist der Ort des tatsächlichen Lebensmittelpunktes des Minderjährigen, d. h. der Ort, der faktisch Schwerpunkt seiner sozialen und familiären Bindungen darstellt. Das ist regelmäßig bei dem Elternteil, in dessen Obhut sich das Kind befindet.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“