OLG Brandenburg - Beschluss vom 16.09.2021
9 UF 130/20
Vorinstanzen:
AG Bad Liebenwerda, vom 28.05.2020 - Vorinstanzaktenzeichen 22 F 122/16

OLG Brandenburg - Beschluss vom 16.09.2021 (9 UF 130/20) - DRsp Nr. 2021/15782

OLG Brandenburg, Beschluss vom 16.09.2021 - Aktenzeichen 9 UF 130/20

DRsp Nr. 2021/15782

I. Auf die Beschwerde des Antragsgegners wird der am 28. Mai 2020 verkündete Beschluss des Amtsgerichts Bad Liebenwerda, Az. 22 F 122/16, teilweise abgeändert und insgesamt wie folgt neu gefasst:

Der Antragsgegner wird verpflichtet, an den Landkreis Elbe-Elster für die Antragstellerin rückständigen Kindesunterhalt für die Zeit vom 1. November 2016 bis einschließlich 31. August 2021 in Höhe von insgesamt 208,15 EUR zu zahlen.

Der Antragsgegner wird weiter verpflichtet, an die Antragstellerin zu Händen ihrer gesetzlichen Vertreterin ab 1. September 2021 einen monatlichen Kindesunterhalt in Höhe von 10,40 EUR zu zahlen, fällig im Voraus bis zum 3. eines jeden Monats.

Die weitergehende Beschwerde des Antragsgegners und der weitergehende Zahlungsantrag der Antragstellerin werden zurückgewiesen.

II. Die Kosten des Verfahrens erster Instanz hat die Antragstellerin zu tragen.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens tragen die Antragstellerin zu 90 Prozent und der Antragsgegner zu 10 Prozent.

III. Der Wert des Beschwerdeverfahrens wird auf 2.400 EUR festgesetzt.

IV. Die Rechtsbeschwerde wird nicht zugelassen.

Gründe:

I.

Die Beteiligten streiten um Kindesunterhalt, und zwar im Beschwerdeverfahren noch für die Zeit November 2016 und fortlaufend.