OLG Brandenburg - Beschluss vom 20.12.2018
9 UF 86/18
Vorinstanzen:
AG Cottbus, vom 12.02.2018 - Vorinstanzaktenzeichen 54 F 220/15

OLG Brandenburg - Beschluss vom 20.12.2018 (9 UF 86/18) - DRsp Nr. 2019/1048

OLG Brandenburg, Beschluss vom 20.12.2018 - Aktenzeichen 9 UF 86/18

DRsp Nr. 2019/1048

I. Die Beschwerde des Vaters gegen den Beschluss des Amtsgerichts Cottbus vom 12. Februar 2018 - Az. 54 F 220/15 - wird zurückgewiesen.

II. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Vater zu tragen.

III. Der Beschwerdewert wird auf 3.000 EUR festgesetzt.

IV. Die Rechtsbeschwerde wird nicht zugelassen.

Gründe:

1.

Das Amtsgericht Cottbus hat nach Einholung eines Sachverständigengutachtens mit Beschluss vom 12. Februar 2018 den Umgang des Vaters mit seiner Tochter A... J..., geboren am .... Mai 2003, bis zum Eintritt deren Volljährigkeit am .... Mai 2021 ausgeschlossen, weil die Tochter den Umgang seit Jahren vehement ablehnt und die Missachtung oder gar zwangsweise Überwindung dieser Weigerungshaltung zur Durchsetzung eines Umgangs mit dem Vater mit nicht hinzunehmenden Schäden für ihr psychisches Wohl einhergehen werde.

Hiergegen wendet sich der Vater mit seiner zulässigen Beschwerde, mit der er die Aufhebung der angefochtenen Entscheidung unter Zurückverweisung zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Amtsgericht erstrebt, weil das Verfahren nicht entscheidungsreif sei, solange die - die Weigerungshaltung des Kindes (mit-)tragende - konfliktbelastete Elternbeziehung nicht bearbeitet sei. Das Gericht sei gehalten, "vorrangig Anordnungen (zu treffen), die zu einer gemeinsam ausgeübten Verantwortung beider Eltern so zurückführen, dass die bestehende Gefährdungslage aufgehoben wird." Er macht sich die Empfehlung der Sachverständigen zur (psychologisch begleiteten) Aufnahme von - auch räumlich getrennten - Elterngesprächen zu Eigen und rügt, dass das Amtsgericht keine entsprechende Anordnung getroffen habe.

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