OLG Hamm - Beschluss vom 28.12.2018
12 UF 149/18
Normen:
BGB § 242 ; GG Art. 6 ;
Vorinstanzen:
AG Lüdinghausen, vom 28.06.2018 - Vorinstanzaktenzeichen 13 F 181/17

Rechte des leiblichen Vaters eines nichtehelich geborenen Kindes

OLG Hamm, Beschluss vom 28.12.2018 - Aktenzeichen 12 UF 149/18

DRsp Nr. 2019/5896

Rechte des leiblichen Vaters eines nichtehelich geborenen Kindes

1. Dem Vater eines Kindes steht gegen die Mutter ein Anspruch auf Auskunft über die Personalien des Kindes gem. § 242 BGB zu. 2. Bei einem aus einer zivilrechtlichen Generalklausel hergeleiteten materiell-rechtlichen Auskunftsanspruch ist im Erkenntnisverfahren stets zu prüfen, ob die begehrte Auskunft in den unantastbaren Bereich des Persönlichkeitsrechts fällt und ob dem Anspruch Grundrecht des in Anspruch genommenen Antragsgegners entgegen stehen. Dies ist vorliegend auch dann nicht der Fall, wenn die Kindesmutter aufgrund der Beziehung mit dem Vater schwer traumatisiert zu sein scheint, da es weder bei der Erfüllung des Auskunftsanspruchs noch nach erfolgter Vaterschaftsfeststellung zwangsläufig zu persönlichen Kontakten kommen muss. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass aus einer Vaterschaftsfeststellung nicht ohne Weiteres folgt, dass der Vater Teilhaber am Sorgerecht mit dem Kind erhält.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
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  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“