OLG Koblenz - Beschluss vom 20.12.2017
13 UF 464/17
Normen:
BGB § 1626a ; BGB § 1629 Abs. 1 S. 3;
Fundstellen:
FuR 2018, 648
Vorinstanzen:
AG Koblenz, vom 31.07.2017 - Vorinstanzaktenzeichen 191 F 108/17

Rechtsfolgen des Wechsels des Kindes in die Obhut des nicht mitsorgeberechtigten Elternteils

OLG Koblenz, Beschluss vom 20.12.2017 - Aktenzeichen 13 UF 464/17

DRsp Nr. 2019/221

Rechtsfolgen des Wechsels des Kindes in die Obhut des nicht mitsorgeberechtigten Elternteils

1. Der Wechsel des Kindes in die Obhut des nicht mitsorgeberechtigten Elternteils führt nicht dazu, dass die Kindesmutter gehindert wäre, bis dahin aufgelaufene Unterhaltsansprüche des Kindes gerichtlich geltend zu machen. 2. Ein lediglich vorübergehender Wechsel des Aufenthalts des Kindes berührt die Barunterhaltspflicht des aufnehmenden Elternteils noch nicht.

Tenor

I.

Auf die Beschwerde des Antragsgegners wird der Beschluss des Amtsgerichts - Familiengericht - Koblenz vom 31.07.2017, Aktenzeichen 191 F 108/17, unter Ziffer 1 aufgehoben und im Übrigen wie folgt neu gefasst:

1.

Die Kosten des Verfahrens werden gegeneinander aufgehoben.

2.

Der Verfahrenswert wird auf 4.689,00 € festgesetzt.

II.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt der Antragsgegner.

III.

Der Verfahrenswert wird für das Beschwerdeverfahren auf 1.400,00 € festgesetzt.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“