BVerfG - Beschluß vom 14.12.1989
1 BvR 377/88
Normen:
AuslG § 2 Abs. 1 S. 2 § 12 § 13 ; BGB § 1618a § 1767 , 1770 ; GG Art. 6 Abs. 1 , Abs. 2 ; VwGO § 80 Abs. 2 Nr. 4 § 80 Abs. 5 ;
Fundstellen:
EzAR 105 Nr. 27
EzFamR GG Art. 6 Nr. 9
FamRZ 1990, 363
InfAuslR 1990, 74
NJW 1990, 895
NJW-RR 1990, 514
NVwZ 1990, 456
VBlBW 1990, 212
ZAR 1990, 43
Vorinstanzen:
VGH Baden-Württemberg - Beschluß vom 29.02.1988 - 13 S. 3168/87,

Schutzbereich des Art. 6 Abs. 1 GG - Erwachsenenadoption

BVerfG, Beschluß vom 14.12.1989 - Aktenzeichen 1 BvR 377/88

DRsp Nr. 1994/2515

Schutzbereich des Art. 6 Abs. 1 GG - Erwachsenenadoption

1. Art. 6 Abs. 1 GG stellt auch die durch Erwachsenenadoption begründete Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Daher ist die Ausländerbehörde verpflichtet, bei der Ermessensentscheidung über die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis gem. § 2 Abs. 1 Satz 2 AuslG die familiären Bindungen des adoptierten, aufenthaltsbegehrenden Ausländers an sich berechtigt im Bundesgebiet aufhaltende Personen zu berücksichtigen.2. Ist die durch die Erwachsenenadoption begründete Familie - wie dies in der Regel der Fall ist - lediglich als Begegnungsgemeinschaft angelegt, bestehen im Hinblick auf Art. 6 Abs. 1 GG keine Bedenken gegen die Versagung der Aufenthaltserlaubnis aus einwanderungspolitischen Gründen. Hat jedoch die Adoptivfamilie im Kern die Funktion einer Beistandsfamilie, d.h., daß ein Familienmitglied auf die Lebenshilfe des anderen angewiesen ist und diese sich nur in der Bundesrepublik Deutschland erbringen läßt, ergeben sich weitergehende Schutzwirkungen aus Art. .6 Abs. 1 GG , so daß die Pflicht des Staates, die Familie zu schützen, regelmäßig einwanderungspolitische Belange zurückdrängt.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“