OLG Düsseldorf - Beschluß vom 03.12.1997
3 Wx 278/97
Normen:
BGB § 138 § 1960 Abs. 1 ;
Fundstellen:
DRsp I(170)95c-d
FamRZ 1998, 583
NJWE-FER 1998, 85
OLGReport-Düsseldorf 1998, 102
Vorinstanzen:
LG Düsseldorf,
AG Düsseldorf,

Sittenwidrigkeit eines Geliebtentestaments

OLG Düsseldorf, Beschluß vom 03.12.1997 - Aktenzeichen 3 Wx 278/97

DRsp Nr. 1998/2275

Sittenwidrigkeit eines Geliebtentestaments

»1. Zur Beurteilung der Sittenwidrigkeit eines "Geliebtentestaments"2. Die Ungewißheit in bezug auf die Person des Erben stellt lediglich den Anlaß zur Sicherung des Nachlasses durch eine Nachlaßpflegschaft dar, begründet indes für sich genommen nicht zugleich das gesetzliche Zusatzerfordernis des Fürsorgebedürfnisses im Sinne des § 1960 Abs. 1 Satz 1 BGB .3. Das Vorhandensein des Fürsorgebedürfnisses für eine Nachlaßpflegschaft wird nicht vermutet. Seine Bejahung verlangt vielmehr Über den Sicherungsanlaß hinaus konkrete Anhaltspunkte für eine weitergehende Gefährdung des Nachlaßwertes, die sich unter anderem aus objektivierten Zweifeln an der Vertrauenswürdigkeit des vorläufigen Erben herleiten lassen.«

Normenkette:

BGB § 138 § 1960 Abs. 1 ;

Gründe:

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Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
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Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“