OLG Bremen - Beschluss vom 18.12.2008
5 WF 100/08
Normen:
BGB § 1603 Abs. 1 ; BGB § 1603 Abs. 2 ; ZPO § 114 S. 1;
Fundstellen:
OLGReport-Bremen 2009, 598
Vorinstanzen:
AG Bremen-Blumenthal, - Vorinstanzaktenzeichen F 510/08

Umfang der Anrechnung einer fiktiv angenommenen wöchentlichen Arbeitszeit bei geschuldetem Kindesunterhalt

OLG Bremen, Beschluss vom 18.12.2008 - Aktenzeichen 5 WF 100/08

DRsp Nr. 2009/16324

Umfang der Anrechnung einer fiktiv angenommenen wöchentlichen Arbeitszeit bei geschuldetem Kindesunterhalt

Zum Umfang einer fiktiv angenommenen wöchentlichen Arbeitszeit bei geschuldetem Kindesunterhalt unter Berücksichtigung der ausgeübten Umgangsbefugnis mit einem Kind sowie zur Berücksichtigung von fiktiven Fahrtkosten.

1. Ein heute 29 Jahre alter Unterhaltsschuldner, der über keinen Berufsabschluss verfügt und der deutschen Sprache nicht hinreichend mächtig ist, kann bei gehörigen Bemühungen eine Beschäftigung finden, mit der er einen Stundenlohn von 8,00 EUR brutto erzielen kann. 2. Reicht das in einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden erzielbare Einkommen nicht aus, um drei minderjährigen Kindern Unterhalt zu leisten, so ist der Unterhaltsschuldner zu einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit (hier: auf 45 Stunden) verpflichtet. Er ist demgegenüber darlegungs- und beweispflichtig, dass ihm dies nicht zumutbar ist.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“