OLG Düsseldorf - Urteil vom 28.11.1997
6 UF 35/97
Normen:
BGB § 1581 ;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 1011
FamRZ 1998, 1611
NJW-RR 1998, 1011
OLGReport-Düsseldorf 1998, 134
Vorinstanzen:
AG Wuppertal - Urteil - 66 F 783/96 (122) - 06.01.1997,

Verletzung der Erwerbsobliegenheit als Voraussetzung für die Zurechnung fiktiven Einkommens

OLG Düsseldorf, Urteil vom 28.11.1997 - Aktenzeichen 6 UF 35/97

DRsp Nr. 1999/1195

Verletzung der Erwerbsobliegenheit als Voraussetzung für die Zurechnung fiktiven Einkommens

»1. Fiktives Einkommen kann dem Unterhaltspflichtigen schon dann zugerechnet werden, wenn er im Unterhaltszeitraum eine ihm mögliche und zumutbare Erwerbstätigkeit unterläßt. Eine leichtfertige Verletzung der Erwerbsobliegenheit ist nicht erforderlich.2. Im Mangelfall ist der Einsatzbetrag für den unterhaltsbedürftigen Ehegatten unabhängig vom Kindesunterhalt zu bestimmen. Der Kindesunterhalt ist daher bei Berechnung dieses Einsatzbetrages nicht vorweg abzuziehen.«Braucht ein Unterhaltsverpflichteter wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen eine von ihm ausgeübte Tätigkeit eigentlich gar nicht mehr auszuüben, so kann ihm die Aufgabe einer derartigen Stelle nicht als unterhaltsbezogenes, leichtfertiges Verhalten mit der Konsequenz der Anrechnung fiktiver Einkünfte vorgehalten werden.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“