BayObLG - Beschluß vom 07.12.1999
1Z BR 166/98
Normen:
BGB § 1632 ;
Vorinstanzen:
LG Ansbach, - Vorinstanzaktenzeichen 4 T 714/96
AG Ansbach, - Vorinstanzaktenzeichen X 31/95

Voraussetzungen einer Verbleibensanordnung

BayObLG, Beschluß vom 07.12.1999 - Aktenzeichen 1Z BR 166/98

DRsp Nr. 2000/1875

Voraussetzungen einer Verbleibensanordnung

»Zu den Voraussetzungen einer Verbleibensanordnung, wenn der allein sorgeberechtigte Elternteil das Kind in seinen Haushalt zurückführen will.«

Normenkette:

BGB § 1632 ;

Gründe

I.

Die jetzt 10-jährige M. verlor im Alter von 3 Monaten ihre Mutter. Ihr Vater war (und ist) berufstätig; er konnte daher M. und ihre drei Geschwister, die damals eineinhalb, drei und fast sechs Jahre alt waren, auch mit Hilfe seiner Schwiegermutter nicht selbst betreuen. Am 13.9.1989 kamen die vier Kinder daher in die Pflege der Beteiligten zu 2 und 3, M. in Vollzeitpflege, ihre Geschwister in Tages- bzw. in Wochenpflege.

Am 3.6.1994 hat der Beteiligte zu 1 wieder geheiratet. Schon nachdem er seine jetzige Ehefrau kennengelernt hatte, etwa im März/April 1994, teilte er dem Jugendamt und den Beteiligten zu 2 und 3 mit, daß er seine Kinder wieder zu sich nehmen wolle. Mit Hilfe des Jugendamts einigten sich die Beteiligten darauf, die Rückführung von M. mit regelmäßigen Besuchen im väterlichen Haushalt vorzubereiten, die im Mai/Juni 1994 begannen. Die drei Geschwister von M. kehrten am 21.5.1994 in den väterlichen Haushalt zurück.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“