OLG Hamburg vom 19.12.1989
2 WF 139/89 U
Normen:
BGB § 1610 ;
Fundstellen:
DAVorm 1991, 219
FamRZ 1990, 794
LSK-FamR/Hannemann, § 1610 BGB LS 120

Zum Unterhaltsanspruch eines in Polen lebenden Kindes gegen seinen in der BRD wohnenden Vater: Dem Kind ist an Kaufkraft dasjenige zuzumessen, was es an gesetzlichem Unterhalt beanspruchen könnte, falls es in der BRD lebte (Umrechnung unter Berücksichtigung der sogenannten Verbrauchergeldparität).

OLG Hamburg, vom 19.12.1989 - Aktenzeichen 2 WF 139/89 U

DRsp Nr. 1994/10076

Zum Unterhaltsanspruch eines in Polen lebenden Kindes gegen seinen in der BRD wohnenden Vater: Dem Kind ist an Kaufkraft dasjenige zuzumessen, was es an gesetzlichem Unterhalt beanspruchen könnte, falls es in der BRD lebte (Umrechnung unter Berücksichtigung der sogenannten "Verbrauchergeldparität").

Normenkette:

BGB § 1610 ;

Hinweise:

Ebenso: OLG Düsseldorf, FamRZ 1990, 556 ; OLG Hamm, FamRZ 1989, 785 = NJW-RR 1989, 514 (keine pauschale Bemessung des Kindesunterhalts mit 1/3 der sog. "Düsseldorfer Tabelle"); OLG Hamm, FamRZ 1989, 1333; OLG Hamburg, DAV 1989, 334; OLG Braunschweig, FamRZ 1988, 427; OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 1149; OLG Hamm, FamRZ 1987, 1306; vgl. Passauer, FamRZ 1990, 14, 19). Ebenso: BGH, FamRZ 1987, 682 für die Unterhaltsrente eines in Polen lebenden, geschiedenen Ehegatten. Die Verbrauchergeldparitäten werden vom Bundesamt für Statistik, etwa in den jeweils gültigen statistischen Jahrbüchern, veröffentlicht. Vgl. auch OLG Hamm, FamRZ 1993, 839 , das im konkreten Fall allerdings keine Stellungnahme zu dem Meinungsstreit bezügl. des Umrechnungsmodus trifft. Anderer Ansicht: LSK-FamR/Hannemann, § 1610 LS 121.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
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Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“