OLG Bamberg - Urteil vom 04.02.1997
7 UF 112/96
Normen:
BGB § 1573 Abs. 2 , 3 § 1578 ;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 289

Zur Frage der Aufnahme einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit - Ehefrau eines Arztes

OLG Bamberg, Urteil vom 04.02.1997 - Aktenzeichen 7 UF 112/96

DRsp Nr. 1998/10765

Zur Frage der Aufnahme einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit - Ehefrau eines Arztes

1. Der Unterhaltsanspruch nach § 1573 Abs. 2 BGB setzt voraus, daß der Berechtigte sich trotz des Einsatzes aller möglicher und zumutbarer Mittel erfolglos um eine angemessenen eigenen Erwerbstätigkeit bemüht hat. Hierfür trägt er die uneingeschränkte Darlegungs - und Beweislast.2. Vierzig Bewerbungen und zwei selbst veranlaßte Stellengesuche im Zeitraum eines halben Jahres sind neben der Meldung beim Arbeitsamt ausreichend zur Darlegung der ernsthaften Bemühungen um einen Arbeitsplatz.3. Bewerbungen fehlt nicht deshalb die Ernsthaftigkeit, daß in ihnen auf richtige, jedoch tatsächlich für die Stellensuche nachteilige Umstände hingewiesen wird, wenn diese Umstände spätestens in einem Bewerbungsgespräch doch hätten offenbart werden müssen (hier: Daten des beruflichen Werdegangs wie Ausbildungsstand und Umfang der Berufserfahrung).

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“