BGH - Urteil vom 02.07.1963
1 StR 156/63
Normen:
StGB § 52, § 177 Abs. 1, § 230 ;
Fundstellen:
LM Nr. 12 zu § 177 StGB
MDR 1963, 939
NJW 1963, 1683
Vorinstanzen:
LG Regensburg,

Zwischen Vergewaltigung und fahrlässiger Körperverletzung kann Tateinheit bestehen.

BGH, Urteil vom 02.07.1963 - Aktenzeichen 1 StR 156/63

DRsp Nr. 1996/20685

Zwischen Vergewaltigung und fahrlässiger Körperverletzung kann Tateinheit bestehen.

Normenkette:

StGB § 52, § 177 Abs. 1, § 230 ;

Gründe:

Der Angeklagte, damals Bundeswehrobergefreiter, vergewaltigte am 30. April 1961 in einer Kabine des Kasernenaborts die 58 Jahre alte Reinemachefrau B. Am 8. Januar 1962 notzüchtigte er sie erneut nachdem es ihm gelungen war, sie in den von ihm geführten Kraftwagen zu locken. - Am späten Abend des 22. Februar 1962 verfolgte er die Schwester Christiane N. (geb. 30.11.1941) und Doris N. (geb. 24.10.1943) zusammen mit einem unerkannt gebliebenen Komplizen, in seinem Kraftwagen, um - jeder mit einem der Opfer - gewaltsam zum Geschlechtsverkehr zu kommen. Durch das unvermutete Auftauchen eines anderen Kraftfahrers wurden die Täter an der Ausführung ihres Vorhabens gehindert, verfolgten jedoch danach die Mädchen noch bis zu ihrer Wohnung. - In derselben nacht überfiel der - wieder von seinem Komplizen begleitete - Angeklagte die im 5. Monate schwangere Näherin Erika S. (geb. 23.4.1943) und schleppte sie zu seinem Wagen. Durch das Auftauchen eines anderen Kraftfahrers gestört, ließ der Angeklagte das Mädchen los und fuhr davon. - Am spätes Abend des 24. Juni 1962 lockte der Angeklagte die Angestellten Hildegard M. (geb. 17.3.1944) und Irmgard R. (geb. 20.11.1934) in seinen Wagen. Er hielt an einsamer Stelle. Zunächst griff er Hildegard M. an, die ihn jedoch abwehrte. Daraufhin wandte er sich der - durch einen doppelseitigen Klumpfuß behinderten Irmgard R. zu, um mit ihr gewaltsam zu verkehren. Unterdessen gelang es Hildegard M, die verriegelte Wagentür zu öffnen und zu entkommen. Der Angeklagte packte nun Irmgard R. und vollzog mit ihr gewaltsam den Geschlechtsverkehr. Dann ließ er das Mädchen liegen und fuhr davon.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“