BVerfG - Beschluss vom 12.08.2014
2 BvR 176/12
Normen:
GG Art. 2 Abs. 1; GG Art. 3 Abs. 1; GG Art. 20 Abs. 3; GG Art. 103 Abs. 1; ZPO § 511 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 3. Alt.; InsO § 131;
Fundstellen:
NZI 2014, 975
WM 2014, 2093
ZIP 2014, 2141
ZInsO 2014, 2490
Vorinstanzen:
AG Reinbek, vom 27.10.2011 - Vorinstanzaktenzeichen 5 C 414/11
AG Reinbek, vom 14.12.2011 - Vorinstanzaktenzeichen 5 C 414/11

Zulassung der Berufung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung hinsichtlich Insolvenzanfechtung i.R.d. Zwangsvollstreckung einer Forderung

BVerfG, Beschluss vom 12.08.2014 - Aktenzeichen 2 BvR 176/12

DRsp Nr. 2014/17392

Zulassung der Berufung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung hinsichtlich Insolvenzanfechtung i.R.d. Zwangsvollstreckung einer Forderung

Tenor

Das Urteil des Amtsgerichts Reinbek vom 27. Oktober 2011 - 5 C 414/11 - verletzt den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht auf wirkungsvollen Rechtsschutz aus Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 20 Absatz 3 des Grundgesetzes. Es wird aufgehoben. Die Sache wird an das Amtsgericht zurückverwiesen.

Der Beschluss des Amtsgerichts Reinbek vom 14. Dezember 2011 - 5 C 414/11 - ist damit gegenstandslos.

Das Land Schleswig-Holstein hat dem Beschwerdeführer seine notwendigen Auslagen zu erstatten.

Normenkette:

GG Art. 2 Abs. 1; GG Art. 3 Abs. 1; GG Art. 20 Abs. 3; GG Art. 103 Abs. 1; ZPO § 511 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 3. Alt.; InsO § 131;

Gründe

I.

Die Verfassungsbeschwerde betrifft die Nichtzulassung der Berufung in einem Zivilrechtsstreit.

1.