Fallbeispiele

Autoren: Riedel/Jelinsky

Beispiel 1

RA R stellt auftragsgemäß für die A-GmbH am 11.01. einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Es bestehen Verbindlichkeiten von über 800.000 €. Die Insolvenzmasse beläuft sich bei Einreichung des Antrags auf 150.000 €. Das Insolvenzgericht weist den Antrag am 15.06. mangels Masse zurück (§ 26 InsO). Die Insolvenzmasse beläuft sich bei Antragszurückweisung auf 165.000 €.

Der RA kann berechnen:

Gegenstandswertgem. § 28 Abs. 1 Satz 1 RVG, § 58 Abs. 1 GKG, § 35 InsO

165.000 €

1,0-Verfahrensgebühr gem. Nr. 3313 VV- RVG (Stand: 01.08.2013)zzgl. Pauschsatz für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen gem. Nr. 7002 VV- RVG und Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV- RVG

1.843 €

Beispiel 2

RA P stellt für den Gläubiger G am 15.01. einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gegen die Firma A-GmbH wegen einer Forderung i.H.v. 190.000 € nebst 5 % Zinsen über dem jeweiligen Basiszinssatz darauf. Der Antrag wird am 02.06. zurückgenommen. Die Insolvenzmasse beläuft sich bei Antragsrücknahme auf 165.000 €.

Der RA kann berechnen:

Gegenstandswert gem. § 28 Abs. 2 RVG

(190.000 € Hauptforderung +12.090,56 € Zinsen bis zur Beendigung der Angelegenheit = 02.06.)

202.090,56 €

0,5-Verfahrensgebührgem. Nr. 3314 VV- RVG (Stand: 01.08.2013)zzgl. Pauschsatz für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen gem. Nr. 7002 VV- RVG und Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV- RVG

1.066,50 €