BGH - Urteil vom 16.07.2020
VII ZR 204/18
Normen:
BGB § 157 ; UStG (2009) § 13b Abs. 1 Nr. 4 S. 1; UStG (2009) § 13b Abs. 2 S. 2; UStG (2009) § 27 Abs. 19 ;
Fundstellen:
DStR 2020, 2031
NJW-RR 2020, 1144
WM 2020, 1638
ZInsO 2020, 1863
Vorinstanzen:
LG Hannover, vom 31.01.2018 - Vorinstanzaktenzeichen 14 O 175/17
OLG Celle, vom 11.09.2018 - Vorinstanzaktenzeichen 14 U 51/18

BGH, Urteil vom 16.07.2020 - Aktenzeichen VII ZR 204/18

DRsp Nr. 2020/12038

Anspruch auf Zahlung von Restwerklohn in Höhe des Umsatzsteuerbetrags aufgrund ergänzender Vertragsauslegung; Erstattung der Umsatzsteuer; Beeinflussung der ergänzenden Vertragsauslegung im Verhältnis des leistenden Werkunternehmers zum Leistungsempfänger (Bauträger) durch die Insolvenz des leistenden Unternehmers

Die durch das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 22. August 2013 (V R 37/10, BFHE 243, 20) veranlasste ergänzende Vertragsauslegung im Verhältnis des leistenden Werkunternehmers zum Leistungsempfänger (Bauträger) wird durch die Insolvenz des leistenden Unternehmers nicht beeinflusst (Bestätigung von BGH, Urteil vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17 , BauR 2018, 1403 = NZBau 2018, 524 ).

Tenor

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 14. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 11. September 2018 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Normenkette:

BGB § 157 ; UStG (2009) § 13b Abs. 1 Nr. 4 S. 1; UStG (2009) § 13b Abs. 2 S. 2; UStG (2009) § 27 Abs. 19 ;

Tatbestand

Der Kläger ist Verwalter in dem am 17. Juni 2011 eröffneten Insolvenzverfahren über das Vermögen der C. Sch. , handelnd unter S. , e.K. (im Folgenden: Insolvenzschuldnerin).