Autor: Wiek

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Der Abschluss eines Wohnraummietvertrags bedarf grundsätzlich keiner besonderen Form, sondern kann mündlich oder auch schriftlich erfolgen.1

Dabei reicht es für den Vertragsabschluss aus, wenn sich die Einigung der Parteien auf die Überlassung eines bestimmten Mietgegenstands gegen Entgelt bezieht. In einem derartigen Fall kommt ein Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit zur ortsüblichen Miete zustande, sofern für einen hiervon abweichenden Parteiwillen keine Anhaltspunkte bestehen.2

Etwas anderes gilt dann, wenn das Gesetz die Wahrung der Schriftform vorschreibt (vgl. § 4 Rdn. 2 ) oder die Parteien deren Einhaltung vereinbart haben (vgl. § 4 Rdn. 16 ).

Formerfordernisse sind im Übrigen auch bei einer Vielzahl von Willenserklärungen im Rahmen eines Mietverhältnisses außerhalb des eigentlichen Vertragsabschlusses zu beachten, wobei die insoweit maßgeblichen Anforderungen neuerdings durch die Einführung der sog. Textform in §  126b BGB gelockert worden sind (eingehender s.u. § 4 Rdn. 23 ).

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