Autor: Emmert

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Mit dem Gesetz zur Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die ortsübliche Vergleichsmiete vom 21.12.20192

wurde mit Wirkung zum 01.01.2020 § 558 Abs. 2 Satz 1 BGB neu gefasst, der für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete relevante Zeitraum beträgt nunmehr sechs statt wie bisher vier Jahre. Durch die Ausweitung des Betrachtungszeitraums sollen einerseits die Auswirkungen kurzfristiger Mietsteigerungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete gedämpft werden, da nunmehr mehr Bestandsmieten in die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete einbezogen werden.3 Andererseits soll die Einbeziehung von mehr Mietverhältnissen in die vergleichende Betrachtung dazu führen, dass mehr Daten ausgewertet werden und ein zuverlässigeres und umfassenderes Gesamtbild der Mieten in der Gemeinde erreicht wird.4