OLG Brandenburg - Beschluss vom 04.04.2022
3 W 107/21
Normen:
FamFG §§ 58 ff.; BGB § 2368 Abs. 1 S. 1;
Fundstellen:
FGPrax 2022, 170
ZEV 2022, 413
Vorinstanzen:
AG Königs Wusterhausen, vom 27.07.2021 - Vorinstanzaktenzeichen 61 VI 78/21

Sofortige Beschwerde gegen den Beschluss eines NachlassgerichtsErteilung eines TestamentsvollstreckerzeugnissesIn der Verwaltung eines Nachlasses beschränkter VollstreckerDingliche Wirkung

OLG Brandenburg, Beschluss vom 04.04.2022 - Aktenzeichen 3 W 107/21

DRsp Nr. 2022/6488

Sofortige Beschwerde gegen den Beschluss eines Nachlassgerichts Erteilung eines Testamentsvollstreckerzeugnisses In der Verwaltung eines Nachlasses beschränkter Vollstrecker Dingliche Wirkung

Auf die sofortige Beschwerde der Beschwerdeführer wird der Beschluss des Amtsgerichts Königs Wusterhausen vom 27.07.2021, Az. 61 VI 78/21, aufgehoben.

Normenkette:

FamFG §§ 58 ff.; BGB § 2368 Abs. 1 S. 1;

Gründe:

I.

Der am ... 11.2020 verstorbene Erblasser hat am .... 07.2020 ein notarielles Testament errichtet und unter anderem folgende Anordnungen getroffen:

"IV.

Testamentsvollstreckung

(1) Ich ordne Testamentsvollstreckung an und zum Testamentsvollstrecker bestimme ich ....

(2) Der Testamentsvollstrecker hat die Aufgabe, die in dieser Verfügung von Todes wegen von mir angeordneten Vermächtnisse zu erfüllen. Soweit es zu diesem Zweck erforderlich ist, den Nachlass zu verwerten, so ist er hierzu vollumfänglich nach eigenem Ermessen befugt. Die Auseinandersetzung unter den Miterben soll er nicht herbeiführen. Die Testamentsvollstreckung endet somit mit der Erfüllung des vorstehenden Vermächtnisses. Der Testamentsvollstrecker ist in der Eingehung von Verbindlichkeiten für den Nachlass nicht beschränkt. Vom Verbot des Selbstkontrahierens (§ 181 BGB) ist der Testamentsvollstrecker befreit.

..."