§ 154 c StPO
Stand: 10.07.2020
zuletzt geändert durch:
Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) 2017/1939 des Rates vom 12. Oktober 2017 zur Durchführung einer Verstärkten Zusammenarbeit zur Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft und zur Änderung weiterer Vorschriften, BGBl. I S. 1648
Zweites Buch Verfahren im ersten Rechtszug
Erster Abschnitt Öffentliche Klage

§ 154 c StPO Absehen von der Verfolgung des Opfers einer Nötigung oder Erpressung

§ 154 c Absehen von der Verfolgung des Opfers einer Nötigung oder Erpressung

StPO ( Strafprozeßordnung )

 
 

(1)  Ist eine Nötigung oder Erpressung (§§ 240 , 253 des Strafgesetzbuches ) durch die Drohung begangen worden, eine Straftat zu offenbaren, so kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung der Tat, deren Offenbarung angedroht worden ist, absehen, wenn nicht wegen der Schwere der Tat eine Sühne unerläßlich ist. (2)  Zeigt das Opfer einer Nötigung oder Erpressung oder eines Menschenhandels (§§ 240 , 253 , 232 des Strafgesetzbuches ) diese Straftat an (§ 158 ) und wird hierdurch bedingt ein vom Opfer begangenes Vergehen bekannt, so kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung des Vergehens absehen, wenn nicht wegen der Schwere der Tat eine Sühne unerlässlich ist.