BGH - Urteil vom 11.10.2011
VI ZR 46/10
Normen:
BGB § 307 ; VVG § 81 Abs. 2 ;
Fundstellen:
BGHZ 191, 150
DAR 2012, 307
DAR 2012, 455
MDR 2011, 1408
NJW 2012, 222
NZM 2012, 361
NZV 2012, 28
VRS 2012, 72
VersR 2011, 1524
WM 2012, 865
ZIP 2011, 2260
r+s 2012, 14
Vorinstanzen:
LG Köln, vom 13.08.2009 - Vorinstanzaktenzeichen 37 O 143/09
OLG Köln, vom 13.01.2010 - Vorinstanzaktenzeichen 11 U 159/09

Auswirkungen einer Haftungsbefreiung nach Art der Vollkaskoversicherung in einem gewerblichen KFZ-Mietvertrag auf einen Haftungsvorbehalt für den Fall grober Fahrlässigkeit in den AGB

BGH, Urteil vom 11.10.2011 - Aktenzeichen VI ZR 46/10

DRsp Nr. 2011/18442

Auswirkungen einer Haftungsbefreiung nach Art der Vollkaskoversicherung in einem gewerblichen KFZ-Mietvertrag auf einen Haftungsvorbehalt für den Fall grober Fahrlässigkeit in den AGB

a) Ist in einem gewerblichen KFZ-Mietvertrag eine Haftungsbefreiung oder eine Haftungsreduzierung nach Art der Vollkaskoversicherung vereinbart, ist ein in den Allgemeinen Vermietungsbedingungen vorgesehener undifferenzierter Haftungsvorbehalt für den Fall grober Fahrlässigkeit nach § 307 BGB unwirksam.b) An die Stelle der unwirksamen Klausel über den Haftungsvorbehalt tritt der Grundgedanke der gesetzlichen Regelung des § 81 Abs. 2 VVG .c) Dies gilt hinsichtlich der Haftung des grob fahrlässig handelnden berechtigten Fahrers, der nicht Mieter ist, gleichermaßen jedenfalls dann, wenn dessen Haftungsfreistellung in den Allgemeinen Vermietungsbedingungen ausdrücklich vorgesehen ist.