BGH - Urteil vom 18.10.2011
VI ZR 17/11
Normen:
BGB § 249 ;
Fundstellen:
DAR 2012, 203
DAR 2012, 308
MDR 2011, 1470
NJW 2012, 50
NZV 2012, 27
VRS 2012, 65
VersR 2011, 1582
r+s 2012, 44
Vorinstanzen:
AG München, vom 24.02.2010 - Vorinstanzaktenzeichen 341 C 21898/09
LG München I, vom 30.09.2010 - Vorinstanzaktenzeichen 19 S 5799/10

Bindung eines durch einen Verkehrsunfall Geschädigten an einer zunächst (fiktiv) auf der Grundlage vom Sachverständigen erstellten Abrechnung bzw. Möglichkeit zum Übergang zur konkreten Schadensabrechnung

BGH, Urteil vom 18.10.2011 - Aktenzeichen VI ZR 17/11

DRsp Nr. 2011/19473

Bindung eines durch einen Verkehrsunfall Geschädigten an einer zunächst (fiktiv) auf der Grundlage vom Sachverständigen erstellten Abrechnung bzw. Möglichkeit zum Übergang zur konkreten Schadensabrechnung

a) Der durch einen Verkehrsunfall Geschädigte, der seinen Fahrzeugschaden mit dem Haftpflichtversicherer des Schädigers zunächst (fiktiv) auf der Grundlage der vom Sachverständigen geschätzten Kosten abrechnet, ist an diese Art der Abrechnung nicht ohne weiteres gebunden, sondern kann nach erfolgter Reparatur grundsätzlich zur konkreten Schadensabrechnung übergehen und nunmehr Ersatz der tatsächlich angefallenen Kosten verlangen (Fortführung des Senatsurteils vom 17. Oktober 2006 - VI ZR 249/05 , BGHZ 169, 263 , 266 ff.).b) Der Geschädigte, der im Wege der konkreten Schadensabrechnung Ersatz der tatsächlich angefallenen Reparaturkosten verlangt, muss sich einen Werksangehörigenrabatt anrechnen lassen, den er aufgrund einer Betriebsvereinbarung auf die Werkstattrechnung erhält.