E. Eintragung von Beschlüssen und Vereinbarungen

Autor: Weber

I. Vereinbarungen

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Zur näheren Bezeichnung des Gegenstands und des Inhalts des Sondereigentums kann auf die Eintragungsbewilligung oder einen Nachweis gem. §  7 Abs.  2 Satz 1 WEG Bezug genommen werden (§  7 Abs.  3 WEG). Veräußerungsbeschränkungen (§  12 WEG) und die Haftung von Sondernachfolgern für Geldschulden sind jedoch ausdrücklich einzutragen (§  7 Abs.  3 Satz 2 WEG). Streitig ist, ob ein Verstoß gegen § 3 Abs. 2 WGV materiellrechtlich unbeachtlich sei und deshalb eine materiellrechtlich wirksame Grundbucheintragung auch dann vorliegt, wenn unter Verstoß gegen den geltenden § 3 Abs. 2 WGV nur eine Bezugnahme erfolgte.392) Nach Inkrafttreten des WEMoG kann ein Erwerber sicher sein, dass eine Veräußerungsbeschränkung nach §  nur besteht, wenn sie ausdrücklich im Grundbuch eingetragen ist. Das gilt wegen §  Abs.  Satz 1 auch für Veräußerungsbeschränkungen, die vor Inkrafttreten des WEMoG vereinbart wurden; sollten sie unter Verstoß gegen den geltenden §  Abs.  nur unter Bezugnahme eingetragen worden sein, ist die ausdrückliche Eintragung nachzuholen.