RG - Urteil vom 19.06.1942
4 D 209/42
Normen:
StGB § 173 Abs. 2, § 177 Abs. 1, § 178 Abs. 1 ;
Fundstellen:
DR 1942, 1322

1. Auch das Opfer einer Vergewaltigung kann Täterin im Sinne des § 173 Abs. 1 StGB sein.2. Eine Drohung i.S. des § 178 Abs. 1 StGB braucht bei einer fortgesetzten Handlung nicht bei jedem Einzelakt ausdrücklich noch einmal zu erfolgen.

RG, Urteil vom 19.06.1942 - Aktenzeichen 4 D 209/42

DRsp Nr. 1995/8554

1. Auch das Opfer einer Vergewaltigung kann Täterin im Sinne des § 173 Abs. 1StGB sein. 2. Eine Drohung i.S. des § 178 Abs. 1StGB braucht bei einer fortgesetzten Handlung nicht bei jedem Einzelakt ausdrücklich noch einmal zu erfolgen.

Normenkette:

StGB § 173 Abs. 2, § 177 Abs. 1, § 178 Abs. 1 ;

Gründe:

1. Das Landgericht hat den Beschwerdeführer unter anderem wegen einer fortgesetzten an seiner Tochter M. (auch) nach vollendung ihres 18. Lebensjahres begangenen Notzucht verurteilt. Gleichzeitig hat es die M. wegen ihres Geschlechtsverkehrs, den sie nach diesem Zeitpunkt mit dem Beschwerdeführer hatte, der Blutschande (§ 173 Abs. 2StGB) für überführt erachtet.

Die Revision sieht hierin einen Widerspruch, jedoch zu Unrecht.

Die Zwangslagen, die einerseits in § 177StGB und andererseits in § 52 Abs. 1StGB gekennzeichnet sind, decken sich nicht notwendig.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“