Besonderheiten des vereinfachten Verfahrens

Autor: Lissner

Abweichungen von den allgemeinen Bestimmungen

Für das eröffnete Insolvenzverfahren bestimmen die §§ 312 ff. InsO Sonderregelungen, die den Gegebenheiten der Verbraucherinsolvenz eher entsprechen sollen. Im Übrigen gelten die allgemeinen Vorschriften zum Insolvenzverfahren.

Insolvenzplan und Eigenverwaltung

Die Bestimmungen über den Insolvenzplan und die Eigenverwaltung finden keine Anwendung (§ 312 Abs. 3 InsO). Die Vorschriften über die Bestellung eines Gläubigerausschusses (§§ 67 ff. InsO; vgl. Teil 4/6.2) sind im vereinfachten Insolvenzverfahren zwar grundsätzlich anwendbar, dennoch wird in einem derartigen Verfahren wohl kaum ein Bedürfnis bestehen, einen solchen Ausschuss zu bestellen. Im Übrigen werden damit nur unnötige Kosten verursacht.

Änderungen zum 01.07.2014

In Verfahren, deren Eröffnung nach dem 30.06.2014 beantragt wird, finden die Vorschriften der §§ 312 - 314 InsO keine Anwendung mehr. Ein Insolvenzplan kann hingegen auch in einem Verbraucherinsolvenzverfahren vorgelegt werden, dessen Eröffnung vor dem 01.07.2014 beantragt wurde (Art. 103h Satz 2 InsO). Die Eigenverwaltung ist dagegen über § 270 Abs. 1 Satz 3 InsO weiterhin ausgeschlossen.

Anzuberaumende Termine

Schriftliches Verfahren