OLG Köln, vom 02.11.1982 - Aktenzeichen 21 UF 104/82
DRsp Nr. 1994/12503
Zum Unterhaltsanspruch einer geschiedenen Frau, die auf nachehelichen Unterhalt verzichtet hat, gegen ihre Mutter: Eine Beschränkung oder ein Wegfall des Unterhaltsanspruchs kommt nur im Falle eines sittlichen Verschuldens (§ 1611BGB) in Frage und nicht bereits infolge schuldhafter (hier möglicherweise leichtfertiger) Herbeiführung der Unterhaltsbedürftigkeit. Selbst ein bewußter Unterhaltsverzicht im Rahmen eines Ehescheidungsverfahrens kann nur bei Vorliegen besonderer Umstände als sittliches Verschulden gewertet werden.