OLG Brandenburg - Beschluß vom 04.12.1997
10 UF 83/96
Normen:
BGB § 1587 Abs. 2 ; ZPO § 253 Abs. 1 , § 261 Abs. 1 , 2 ;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 1439

OLG Brandenburg - Beschluß vom 04.12.1997 (10 UF 83/96) - DRsp Nr. 1999/1157

OLG Brandenburg, Beschluß vom 04.12.1997 - Aktenzeichen 10 UF 83/96

DRsp Nr. 1999/1157

1. Durch die Zustellung einer einfachen Abschrift des Scheidungsantrags wird die Scheidung nicht rechtshängig. Es bedarf es vielmehr der Zustellung einer beglaubigten Abschrift. 2. Ist die Ehe der Parteien trotz der fehlenden Zustellung des Scheidungsantrags rechtskräftig geschieden, bedarf es aber wegen der noch zu treffende Entscheidung im abgetrennten Verfahren zur Regelung des Versorgungsausgleichs der Feststellung der Ehezeit nach § 1587 Abs. 2 BGB , dann tritt in entsprechender Anwendung des §2 61 Abs. 2 ZPO Rechtshängigheit durch das erste Stellen der Anträge in einer mündlichen Verhandlung ein, und zwar auch dann, wenn der Antragsgegner nicht anwesend war. Wesentlich ist nur, daß der Antragsgegner ordnungsgemäß geladen wurde. 3. Mit der Anwendung des § 261 Abs. 2 ZPO wird eine Regelungslücke durch eine Vorschrift geschlossen, die einen annähernd gleich gelagerten Sachverhalt betrifft. § 261 Abs. 2 ZPO wird für entsprechend anwendbar gehalten, wenn im Verlauf eines rechtshängigen Scheidungsverfahrens der Antragsgegner seinerseits mündlich einen Scheidungsantrag stellt.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“