OLG Brandenburg - Beschluß vom 13.06.1997
10 WF 20/97
Normen:
ZPO § 85 Abs. 2 , § 117 Abs. 2 S. 1;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 249

OLG Brandenburg - Beschluß vom 13.06.1997 (10 WF 20/97) - DRsp Nr. 1998/16625

OLG Brandenburg, Beschluß vom 13.06.1997 - Aktenzeichen 10 WF 20/97

DRsp Nr. 1998/16625

1. Eine rückwirkende Bewilligung von Prozeßkostenhilfe nach Beendigung der Instanz kommt nur dann in Betracht, wenn das Gericht vorher positiv über den Antrag hätte entscheiden können, wenn also Erfolgsaussicht gegeben und ein formgerechter Antrag mit den erforderlichen Belegen eingereicht war. 2. Zu einem formgerechten Antrag gehört die Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Sinne des § 117 Abs. 2 S. 1 ZPO . 3. Eines Hinweises des Gerichts auf das Fehlen der Erklärung bedarf es wenigstens bei der anwaltlich vertretenen Partei nicht. 4. Das Verschulden seines Rechtsanwalts (hier: versäumte Einreichung der Erklärung nach § 117 Abs. 2 ZPO ) muß sich die arme Partei auch im Prozeßkostenhilfeverfahren nach § 85 Abs. 2 ZPO zurechnen lassen, da auch in diesem Verfahren dem Schutz des Prozeßgegners in gewissem Umfang Rechnung zu tragen ist.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
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  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
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  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“