OLG Brandenburg - Beschluss vom 28.07.2020
15 WF 166/20
Normen:
FamFG § 155 Abs. 1 ;
Vorinstanzen:
AG Perleberg, vom 02.06.2020 - Vorinstanzaktenzeichen 16 F 40/20

Anforderungen an die Beschleunigung des Verfahrens in Kindschaftssachen

OLG Brandenburg, Beschluss vom 28.07.2020 - Aktenzeichen 15 WF 166/20

DRsp Nr. 2020/11588

Anforderungen an die Beschleunigung des Verfahrens in Kindschaftssachen

1. Kindschaftssachen, die den Aufenthalt oder die Herausgabe eines Kindes betreffen sowie Verfahren wegen Gefährdung des Kindeswohls sind vorrangig und beschleunigt durchzuführen (§ 155 Abs. 1 FamFG ). 2. Zwar existieren insoweit keine allgemeinen Zeitvorgaben. Jedoch kann eine Verfahrensdauer von wenigen Monaten einen Verstoß gegen den Beschleunigungsgrundsatz darstellen, wenn eine gebotene Sachverhaltsaufklärung unterbleibt oder das Verfahren sonst ohne triftigen Grund nicht gefördert wird. 3. Auch ein Verstoß gegen die Vorschrift des § 155 Abs. 2 S. 2 FamFG , wonach ein Erörterungstermin spätestens einen Monat nach Beginn des Verfahrens stattfinden soll, kann Gegenstand der Beschleunigungsrüge nach § 155b FamFG wie auch der Beschleunigungsbeschwerde nach § 155c FamFG sein.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
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Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“