OLG Frankfurt/Main - Beschluss vom 30.12.2015
3 UF 243/15
Normen:
BGB § 1594 ; BGB § 1599 ; BGB § 1600c ; FamFG § 26 ; FamFG § 177 ;
Vorinstanzen:
AG Frankfurt/Main, vom 16.07.2015 - Vorinstanzaktenzeichen 402 F 2033/15

Anforderungen an die Beweisaufnahme im Verfahren der VaterschaftsanfechtungRechtsschutzbedürfnis für ein Vaterschaftsanfechtungsverfahren nach Anerkennen der Vaterschaft durch einen Dritten

OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 30.12.2015 - Aktenzeichen 3 UF 243/15

DRsp Nr. 2016/12134

Anforderungen an die Beweisaufnahme im Verfahren der Vaterschaftsanfechtung Rechtsschutzbedürfnis für ein Vaterschaftsanfechtungsverfahren nach Anerkennen der Vaterschaft durch einen Dritten

1. Hat ein Dritter noch vor Rechtskraft der Ehescheidung die Vaterschaft anerkannt (sog. qualifizierte Drittanerkennung), so besteht gleichwohl ein Rechtsschutzbedürfnis für ein Vaterschaftsanfechtungsverfahren, weil die insoweit abgegebene Vaterschaftsanerkennung erst mit Rechtskraft des dem Scheidungsantrag stattgebenden Beschlusses wirksam wird und die Vaterschaftszuordnung zum früheren Ehemann der Kindesmutter zuvor nur durch eine rechtskräftige Vaterschaftsanfechtung beseitigt werden kann. 2. Einem Antrag der Kindesmutter im Vaterschaftsanfechtungsverfahren auf Feststellung der Vaterschaft eines Dritten fehlt es jedenfalls dann am Rechtsschutzbedürfnis, wenn sie der Vaterschaftsanerkennung des Dritten vor dem Jugendamt zugestimmt hat.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“