BayObLG - Beschluß vom 08.12.1994
1Z BR 147/94
Normen:
BGB §§ 1666 , 1666a ;
Fundstellen:
FamRZ 1995, 948
Vorinstanzen:
LG Schweinfurt,
AG Schweinfurt,

Entziehung elterlicher Rechte bei Gefährdung des Kindeswohls

BayObLG, Beschluß vom 08.12.1994 - Aktenzeichen 1Z BR 147/94

DRsp Nr. 1995/2358

Entziehung elterlicher Rechte bei Gefährdung des Kindeswohls

Die Entziehung des Aufenthaltsbestimmungsrechts, des Rechts zur Vertretung in Fragen der ärztlichen Behandlung und Versorgung, der schulischen Angelegenheiten und der Beantragung von Sozialleistungen scheidet aus, wenn dadurch eine Gefährdung des Kindeswohls nicht abgewendet werden kann, weil eine Unterbringung der Jugendlichen außerhalb des Haushalts ihrer Mutter nicht in Betracht kommt, wegen Ablehnung jeglicher Hilfemaßnahmen durch das Kind, und eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung nicht vorliegt.

»1. Die Entziehung des Aufenthaltsbestimmungsrechts wegen Erziehungsversagens der alleinsorgeberechtigten Mutter setzt voraus, daß diese Maßnahme geeignet ist, einer Gefährdung des Kindeswohls entgegenzuwirken. Daran kann es fehlen, wenn eine 16jährige Jugendliche sich nachhaltig weigert, Erziehungshilfen in Anspruch zu nehmen, und das mit der Aufenthaltsbestimmung betraute Jugendamt deswegen keine Möglichkeit sieht, durch eine auswärtige Unterbringung eine positive Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

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„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“