AG Tübingen vom 03.06.1988
3 (8) GR 152/87
Normen:
BGB § 1591 Abs.1 S.1;
Fundstellen:
DRsp I(167)369a
FamRZ 1989, 316

Keine Anwendung der Ehelichkeitsvermutung des Abs. 1 Satz 1 für ein am Tage der Eheschließung der Eltern, aber noch vor dem formalen Trauungsakt geborenes Kind.

AG Tübingen, vom 03.06.1988 - Aktenzeichen 3 (8) GR 152/87

DRsp Nr. 1992/11670

Keine Anwendung der Ehelichkeitsvermutung des Abs. 1 Satz 1 für ein am Tage der Eheschließung der Eltern, aber noch vor dem formalen Trauungsakt geborenes Kind.

Normenkette:

BGB § 1591 Abs.1 S.1;

»... Der Begriff der Nichtehelichkeit wird durch das Gesetz nicht definiert. Nichtehelichkeit ist vielmehr der Komplementärstatus zur Ehelichkeit, so daß die Regelung der ehel. Abstammung in §§ 1591 f. BGB zugleich die Regelung der nichtehelichen Abkunft einschließt (MünchKomm, Vorb. 2 zu § 1705 BGB ). Nach § 1591 Abs. 1 BGB ist ein Kind, das nach der Eheschließung geboren wird, ehelich. Was unter Eheschließung zu verstehen ist, ergibt sich aus § 13 EheG . ... Da das Gesetz in § 1591 Abs. 1 Satz 1 BGB an den Vorgang der Eheschließung anknüpft, folgt hieraus unmittelbar, daß ein Kind nichtehelich geboren ist, wenn es vor Austausch der Willenserklärungen der Verlobten nach Maßgabe des § 13 Abs. 1 EheG zur Welt gekommen ist.«

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“