OLG Dresden - Beschluß vom 15.01.1997
10 UF 485/96
Normen:
BGB § 1603 Abs. 2 ;
Fundstellen:
DRSp-ROM Nr. 1998/4927
DRsp I(167)420h-k
FamRZ 1997, 836
OLGR-Dresden 1997, 203
OLGReport-Dresden 1997, 203

Pflicht des Unterhaltsverpflichteten zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage; Anforderungen an die Bemühungen um einen Arbeitsplatz

OLG Dresden, Beschluß vom 15.01.1997 - Aktenzeichen 10 UF 485/96

DRsp Nr. 1997/5455

Pflicht des Unterhaltsverpflichteten zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage; Anforderungen an die Bemühungen um einen Arbeitsplatz

1. In der Nichterhebung einer Kündigungsschutzklage kann jedenfalls dann, wenn diese offensichtlich unbegründet ist, kein unterhaltsrechtlich verantwortungsloses Verhalten gesehen werden mit der Folge, daß dem gegenüber einem minderjährigen Kind zu Unterhalt Verpflichteten die Berufung auf seine Leistungsunfähigkeit wegen Arbeitsplatzverlustes nach Treu und Glauben zu versagen sei.2. Der barunterhaltspflichtige arbeitslose Elternteil muß sich entsprechend seiner Vorbildung, seinen Fähigkeiten und der Arbeitsmarktlage um eine Berufstätigkeit bemühen, die es ihm ermöglicht, seinen Kindern den nötigen Unterhalt zur Verfügung zu stellen, wobei in zumutbaren Grenzen auch ein Orts- und Berufswechsel angesonnen werden kann.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“