OLG Düsseldorf - Beschluß vom 23.12.1992
3 WF 223/92
Normen:
BGB § 1601 , § 1602 , § 1603 Abs. 2 § 1606 Abs. 3 S. 2, § 1609 Abs. 1 ;
Fundstellen:
DRsp I(167)400c
FamRZ 1993, 1117

Treffen an sich gleichberechtigte, aber ihrer Art. nach unterschiedliche Unterhaltsverpflichtungen gegenüber minderjährigen (unverheirateten) Kindern aus verschiedenen Ehen zusammen, so kann es im Einzelfall mit dem Grundsatz von Treu und Glauben vereinbar sein, daß die eine Verpflichtung zu Lasten der anderen voll erfüllt wird. Ein solcher Fall ist beispielsweise dann gegeben, wenn die Mutter, um den Anspruch des bei ihr lebenden Kindes auf Betreuungsunterhalt erfüllen zu können, lediglich eine Teilzeiterwerbstätigkeit ausübt, und ihr eine weitergehende Erwerbstätigkeit mit Rücksicht auf die Interessen dieses Kindes nicht zuzumuten ist mit der Folge, daß sie zu Barunterhaltsleistungen für das andere, beim Vater lebende Kind nicht in der Lage ist.

OLG Düsseldorf, Beschluß vom 23.12.1992 - Aktenzeichen 3 WF 223/92

DRsp Nr. 1994/8833

Treffen an sich gleichberechtigte, aber ihrer Art. nach unterschiedliche Unterhaltsverpflichtungen gegenüber minderjährigen (unverheirateten) Kindern aus verschiedenen Ehen zusammen, so kann es im Einzelfall mit dem Grundsatz von Treu und Glauben vereinbar sein, daß die eine Verpflichtung zu Lasten der anderen voll erfüllt wird. Ein solcher Fall ist beispielsweise dann gegeben, wenn die Mutter, um den Anspruch des bei ihr lebenden Kindes auf Betreuungsunterhalt erfüllen zu können, lediglich eine Teilzeiterwerbstätigkeit ausübt, und ihr eine weitergehende Erwerbstätigkeit mit Rücksicht auf die Interessen dieses Kindes nicht zuzumuten ist mit der Folge, daß sie zu Barunterhaltsleistungen für das andere, beim Vater lebende Kind nicht in der Lage ist.

Normenkette:

BGB § 1601 , § 1602 , § 1603 Abs. 2 § 1606 Abs. 3 S. 2, § 1609 Abs. 1 ;

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“