| Autoren: Schmiegel/Sadtler |
Gegenstand des Formgebots
Nach § 14 Abs. 4 TzBfG bedarf die Befristung eines Arbeitsvertrags generell der Schriftform. Das Formgebot bezieht sich allerdings nicht auf den gesamten Arbeitsvertrag, sondern vielmehr lediglich auf die Vereinbarung der Befristung.1) Vgl. BAG, Urt. v. 26.07.2006 - 7 AZR 515/05, NZA 2007, 34; Backhaus, in: Ascheid/Preis/Schmidt, Kündigungsrecht, 6. Aufl. 2021, § 14 TzBfG Rdnr. 702; BeckOK ArbR/Bayreuther, 66. Ed. 2022, § 14 TzBfG Rdnr. 135.
Dessen ungeachtet ist der Abschluss eines schriftlichen Vertrags mit Blick auf das NachwG zu empfehlen.
Das Schriftformgebot gilt auch für
 | die Verlängerung eines befristeten Vertrags,2)Vgl. BAG, Urt. v. 20.02.2008 - 7 AZR 786/06, NZA 2008, 883; LAG Hamm, Urt. v. 19.04.2012 - 8 Sa 63/12, LAGE § 14 TzBfG Nr. 70; Meinel, in: Meinel/Heyn/Herms, TzBfG, 6. Aufl. 2022, § 14 Rdnr. 332. |
 | die nachträgliche Befristung bzw. Verkürzung eines Arbeitsverhältnisses3) Vgl. BAG, Urt. v. 15.02.2017 - 7 AZR 223/15, NZA 2017, 908; Meinel, in: Meinel/Heyn/Herms, TzBfG, 6. Aufl. 2022, § 14 Rdnr. 332. sowie für |
 | die - freiwillige - Vereinbarung der befristeten Weiterbeschäftigung während einer laufenden Bestandsschutzstreitigkeit.4) |