OLG Frankfurt/Main - Beschluß vom 28.05.1997
20 W 165/97
Normen:
BGB § 1365 ; GBO § 18, § 20, § 53 Abs. 1 S. 1; ZPO § 121 Abs. 2 S: 1;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 31
OLGReport-Frankfurt 1997, 234

OLG Frankfurt/Main - Beschluß vom 28.05.1997 (20 W 165/97) - DRsp Nr. 1998/7371

OLG Frankfurt/Main, Beschluß vom 28.05.1997 - Aktenzeichen 20 W 165/97

DRsp Nr. 1998/7371

1. Auch wenn die weitere Beschwerde in Grundbuchsachen zur Niederschrift des Rechtspflegers eingelegt werden kann, ist dem Beschwerdeführer im Rahmen der Prozeßkostenhilfe ein Rechtsanwalt beizuordnen, wenn der Verfahrensgegner (hier: in einem Verfahren auf Eintragung eines Amtswiderspruchs) anwaltlich vertreten ist. 2. Der Gesetzgeber hat sich in § 1364 BGB im Prinzip für die Verfügungsfreiheit jedes Ehegatten entschieden hat, so daß § 1365 Abs. 1 BGB eine Ausnahmevorschrift darstellt. Das Grundbuchamt ist bei Vorliegen eines Antrags auf Eintragung eines Eigentümerwechsels daher nur dann berechtigt und verpflichtet, durch Zwischenverfügung gemäß § 18 GBO den Nachweis der Zustimmung des anderen Ehegatten oder den Nachweis weiteren Vermögens zu verlangen, wenn sich im Zeitpunkt der Entscheidung über den Antrag auf Eigentumsumschreibung aus den Eintragungsunterlagen oder sonst bekannten beziehungsweise nach der Lebenserfahrung naheliegenden Umständen konkrete Anhaltspunkte dafür ergeben, daß die Tatbestandsvoraussetzungen eines Veräußerungsverbots nach § 1365 Abs. 1 S. 1 BGB gegeben sind.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
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  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“