OLG Brandenburg - Beschluss vom 12.04.2019
9 UF 190/17
Normen:
BGB § 1772 Abs. 1 ;
Vorinstanzen:
AG Cottbus, vom 26.09.2017 - Vorinstanzaktenzeichen 230 F 83/16

Ablehnung einer Erwachsenenadoption mit der Wirkung der Minderjährigenannahme wegen überwiegender Interessen des leiblichen Vaters der Anzunehmenden

OLG Brandenburg, Beschluss vom 12.04.2019 - Aktenzeichen 9 UF 190/17

DRsp Nr. 2019/6678

Ablehnung einer Erwachsenenadoption mit der Wirkung der Minderjährigenannahme wegen überwiegender Interessen des leiblichen Vaters der Anzunehmenden

Auch wenn die inzwischen volljährige Anzunehmende bereits seit mehr als zehn Jahren mit dem Annehmenden, ihrem Stiefvater, in häuslicher Gemeinschaft lebt, so ist gleichwohl eine Volljährigenadoption mit den Wirkungen der Minderjährigenannahme gem. § 1772 Abs. 1 S. 2 BGB jedenfalls dann im Hinblick auf überwiegende Interessen des leiblichen Vaters abzulehnen, wenn die Anzunehmende ihren leiblichen Vater über mehr als 17 Jahre bis zum Abschluss eines Masterstudiengangs - erfolgreich - auf Zahlung von Unterhalt in Anspruch genommen hat. Denn dieser verliert durch die Adoption einen möglichen Anspruch auf Elternunterhalt. Dabei ist es rechtlich ohne Bedeutung, ob ein Anspruch auf Elternunterhalt bereits besteht oder sich konkret abzeichnet.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“