OLG Celle - Urteil vom 27.12.2006
1 U 82/06
Normen:
BGB § 280 § 253 Abs. 2 § 254 § 1612 ; RegelbetragVO ;
Fundstellen:
NJW 2007, 1000
NJW 2007, 1000
Vorinstanzen:
LG Verden, vom 27.06.2006 - Vorinstanzaktenzeichen 5 O 158/06

Umfang des Schadensersatzes bei Geburt eines nicht gewollten Kindes

OLG Celle, Urteil vom 27.12.2006 - Aktenzeichen 1 U 82/06

DRsp Nr. 2007/18890

Umfang des Schadensersatzes bei Geburt eines nicht gewollten Kindes

1. Verschreibt ein Arzt anstelle eines Verhütungsmittels infolge eines Versehens ein Präparat gegen Wechseljahresbeschwerden und kommt es zu einer ungewollten Schwangerschaft der Patientin, so ist der Arzt zum Ersatz des hierdurch entstandenen Schadens verpflichtet, da Gegenstand des Beratungsvertrages gerade der Schutz vor solchen Belastungen sein sollte.2. Ersatzpflichtig sind sämtliche mit der Geburt des nicht gewollten Kindes für die Eltern verbundenen wirtschaftlichen Belastungen, insbesondere die Aufwendung für dessen Unterhalt.3. Der zu ersetzende Unterhaltsschaden bemisst sich bis zum Eintritt der Volljährigkeit in Höhe von 270% des Regelsatzes der jeweiligen Altersstufe der RegelbetragVO , wobei jeweils 135% auf den Barunterhaltsschaden und auf den Wert der zusätzlichen Betreuungsleistungen entfallen.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“