LG Lübeck - Urteil vom 30.01.1996
6 S 136/95
Normen:
BGB § 1601 , § 1603 Abs. 1 , § 528 , § 534 ;
Fundstellen:
FamRZ 1996, 961

Wird ein Kind von einem Elternteil auf Unterhalt in Anspruch genommen, so ist der Teil des Vermögens des Kindes, den dieses durch eine Kapitalisierung der von ihm bei der Versorgungskasse der Presse erworbenen Altersvorsorgeansprüche erlangt hat, lediglich umgerechnet in einen monatlichen Rentenbetrag zu berücksichtigen.Hat das von einem Elternteil auf Unterhalt in Anspruch genommene Kind in Kenntnis dessen Bestehens des Unterhaltsanspruchs aus sonstigem Vermögen Geldleistungen an Verwandte anläßlich einer Hochzeit oder Geburt erbracht, so sind die Geldleistungen rückforderbar, soweit die Geldleistungen das übliche Maß sozial Gleichgestellter übersteigen.Hat das unterhaltspflichtige Kind einen Teil seines Vermögens nicht für den Unterhalt eines Elternteils einzusetzen , so ist bei dem übrigen Teil seines Vermögens kein Schonbetrag abzuziehen.Macht ein Elternteil gegen das Kind einen Unterhaltsanspruch geltend, ist der angemessene Selbstbehalt des Kindes je nach den Umständen deutlich höher als gegenüber volljährigen Kindern anzusetzen.

LG Lübeck, Urteil vom 30.01.1996 - Aktenzeichen 6 S 136/95

DRsp Nr. 1996/23240

Wird ein Kind von einem Elternteil auf Unterhalt in Anspruch genommen, so ist der Teil des Vermögens des Kindes, den dieses durch eine Kapitalisierung der von ihm bei der Versorgungskasse der Presse erworbenen Altersvorsorgeansprüche erlangt hat, lediglich umgerechnet in einen monatlichen Rentenbetrag zu berücksichtigen. Hat das von einem Elternteil auf Unterhalt in Anspruch genommene Kind in Kenntnis dessen Bestehens des Unterhaltsanspruchs aus sonstigem Vermögen Geldleistungen an Verwandte anläßlich einer Hochzeit oder Geburt erbracht, so sind die Geldleistungen rückforderbar, soweit die Geldleistungen das übliche Maß sozial Gleichgestellter übersteigen. Hat das unterhaltspflichtige Kind einen Teil seines Vermögens nicht für den Unterhalt eines Elternteils einzusetzen , so ist bei dem übrigen Teil seines Vermögens kein Schonbetrag abzuziehen. Macht ein Elternteil gegen das Kind einen Unterhaltsanspruch geltend, ist der angemessene Selbstbehalt des Kindes je nach den Umständen deutlich höher als gegenüber volljährigen Kindern anzusetzen.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“