BGH - Urteil vom 29.11.1996
LwZR 8/95
Normen:
DDR: ZGB § 112 Abs. 3 ; EGBGB (1986) Art. 232 § 3 ; LwAnpG § 51 ; SachenRBerG § 12 Abs. 1 ;
Fundstellen:
BGH, HdM Nr. 45a
BGHZ 134, 170
RAnB 1997 Nr. 40 (Ls)
VIZ 1997, 174
WM 1997, 238
ZIP 1997, 340
ZMR 1997, 174
Vorinstanzen:
OLG Dresden,
AG Oschatz,

BGH, Urteil vom 29.11.1996 - Aktenzeichen LwZR 8/95

DRsp Nr. 1997/728

Verwendungsersatzansprüche des Mieters oder Pächters zu Zeiten der ehemaligen DDR

»a) Ob der Mieter oder Pächter für bauliche Verwendungen zur Zeit der DDR bei Ende des Vertragsverhältnisses einen Ersatz beanspruchen kann, richtet sich auch dann nach dem Recht der DDR, wenn das Vertragsverhältnis erst nach dem 2. Oktober 1990 beendet worden ist. b) Die LPG kann von dem Eigentümer eine durch bauliche Veränderungen verursachte und bei Rückgabe des Kreispachtbetriebes noch vorhandene Erhöhung seines Verkehrswerts ersetzt verlangen. c) § 12 Abs. 1 SachenRBerG findet keine Anwendung auf bauliche Maßnahmen einer LPG, die im Rahmen ordnungsmäßiger Wirtschaftsführung der Erhaltung oder Wiederherstellung der Sache dienten.«

Normenkette:

DDR: ZGB § 112 Abs. 3 ; EGBGB (1986) Art. 232 § 3 ; LwAnpG § 51 ; SachenRBerG § 12 Abs. 1 ;

Tatbestand:

Der Beklagte ist Eigentümer eines landwirtschaftlichen Betriebes, den er mit Pachtvertrag vom 20. Mai 1954 der LPG "E T " S zur Bewirtschaftung überließ.