OLG Frankfurt/Main - Beschluß vom 13.10.1997
1 WF 172/97
Normen:
BGB § 1672 ; FGG § 50b ;
Fundstellen:
FamRZ 1999, 247
OLGReport-Frankfurt 1998, 50

OLG Frankfurt/Main - Beschluß vom 13.10.1997 (1 WF 172/97) - DRsp Nr. 1999/4731

OLG Frankfurt/Main, Beschluß vom 13.10.1997 - Aktenzeichen 1 WF 172/97

DRsp Nr. 1999/4731

1. Überträgt das Familiengericht im Rahmen eines Verfahrens zur Regelung der elterlichen Sorge während der Zeit des Getrenntlebens das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die beiden Kinder der Parteien durch eine vorläufige Anordnung auf einen Elternteil, dann muß es zuvor gemäß § 50b FGG die (hier:5-jährigen) Kinder anhören, da auch bei einstweiligen Regelungen die Bindungen und der Wille der Kinder von Bedeutung sind. 2. Die Tatsache, daß die Kinder erst fünf Jahre alt sind, entbindet das Gericht nicht von der Verpflichtung, sie persönlich anzuhören. Gegebenenfalls muß sich der Familienrichter fachkundiger Hilfe bedienen. Das Kind muß als Träger eigener Grundrechte in Verfahren zur Regelung des Sorgerechts oder des Umgangsrechts die Möglichkeit erhalten, seine persönlichen Beziehungen zu den übrigen Familienmitgliedern erkennbar werden zu lassen. Der bei der Ausgestaltung des Verfahrens gebotene Schutz der Grundrechte der Verfahrensbeteiligten steht einer engen Auslegung des § 50b FGG entgegen.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“