OLG Hamm vom 24.11.1977
2 WF 363/77
Normen:
BGB § 1565 ;
Fundstellen:
FamRZ 1978, 28
FamRZ 1978, 28, 29
LSK-FamR/Hülsmann, § 1565 BGB LS 26
LSK-FamR/Hülsmann, § 1565 BGB LS 27
LSK-FamR/Hülsmann, § 1565 BGB LS 37
NJW 1978, 168

A. Lebt ein Ehegatte in einem ehebrecherischen Verhältnis, so stellt der Fortbestand der Ehe für den anderen in der Regel eine unzumutbare Härte dar, ohne daß es darauf ankommt, ob und inwieweit das bereits in der Öffentlichkeit bekanntgeworden ist. Eine solche Härte liegt jedoch regelmäßig dann nicht vor, wenn auch der Ehegatte, der die Scheidung begehrt, selbst mit einem anderen Partner in einem eheähnlichen Verhältnis lebt. B. Ob die Gründe in der Person des anderen Ehegatten so schwerwiegend sind, daß der Fortbestand der Ehe für den die Scheidung begehrenden Ehegatten eine unzumutbare Härte darstellt, beurteilt sich danach, wie dieser das Verhalten des anderen empfindet. Aus seiner Sicht muß die Grundlage der auf gegenseitiger Achtung, Treue und Liebe aufgebauten Ehe nachhaltig beeinträchtigt sein. C. Lebt ein Ehegatte in einem ehebrecherischen Verhältnis, so ist dies in der Regel für den anderen eine unzumutbare Härte. Eine solche Härte liegt jedoch regelmäßig dann nicht vor, wenn auch der Ehegatte, der die Scheidung begehrt, selbst mit einem anderen Partner in einem eheähnlichen Verhältnis lebt.

OLG Hamm, vom 24.11.1977 - Aktenzeichen 2 WF 363/77

DRsp Nr. 1994/10970

A. Lebt ein Ehegatte in einem ehebrecherischen Verhältnis, so stellt der Fortbestand der Ehe für den anderen in der Regel eine unzumutbare Härte dar, ohne daß es darauf ankommt, ob und inwieweit das bereits in der Öffentlichkeit bekanntgeworden ist. Eine solche Härte liegt jedoch regelmäßig dann nicht vor, wenn auch der Ehegatte, der die Scheidung begehrt, selbst mit einem anderen Partner in einem eheähnlichen Verhältnis lebt. B. Ob die Gründe in der Person des anderen Ehegatten so schwerwiegend sind, daß der Fortbestand der Ehe für den die Scheidung begehrenden Ehegatten eine unzumutbare Härte darstellt, beurteilt sich danach, wie dieser das Verhalten des anderen empfindet. Aus seiner Sicht muß die Grundlage der auf gegenseitiger Achtung, Treue und Liebe aufgebauten Ehe nachhaltig beeinträchtigt sein. C. Lebt ein Ehegatte in einem ehebrecherischen Verhältnis, so ist dies in der Regel für den anderen eine unzumutbare Härte. Eine solche Härte liegt jedoch regelmäßig dann nicht vor, wenn auch der Ehegatte, der die Scheidung begehrt, selbst mit einem anderen Partner in einem eheähnlichen Verhältnis lebt.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“