A. Einführung

Die Menschen werden immer älter. Schon ab dem 50. Lebensjahr baut das Gehirn ab. Demenz droht: Andere Krankheiten nehmen ebenfalls im Alter zu. Statistisch wird jeder Dritte über 85 an Demenz erkranken. Aber auch nach einem Schlaganfall kann es zu Ausfallerscheinungen kommen, die die Willensbestimmung beeinträchtigen. Junge Menschen können durch einen Unfall oder eine Erkrankung ebenfalls in eine ähnliche Lage geraten. Insofern gilt es, rechtzeitig vorzusorgen, wenn man die gerichtliche Bestellung eines möglicherweise fremden Berufsbetreuers vermeiden möchte.

Bei todkranken Menschen ist es zwischenzeitlich medizinisch möglich, diese mittels künstlicher Ernährung, angehängt an Schläuchen und Maschinen, am Leben zu erhalten. Von vielen Menschen wird dies allerdings nicht mehr als lebenswert, sondern lediglich als Verlängerung ihrer Leiden angesehen. Patienten können jedoch rechtzeitig verfügen, welche Maßnahmen in derartigen Situationen noch durchgeführt oder unterlassen werden sollen.

Schließlich wollen Menschen neben der Vermögensnachfolge durch eine Verfügung von Todes wegen zunehmend auch ihre Bestattung selbst regeln und dies nicht einem eventuellen Streit der Kinder oder entfernten Verwandten überlassen. Auch dies kann in einer Verfügung bestimmt werden.

Die vorstehenden Problembereiche betreffen

die Betreuungsverfügung (unten 2.4),

die Vorsorgevollmacht (unten 2.4 und 3),

die Patientenverfügung (unten 4) sowie

die Totenfürsorge (unten 6).