Michael K. Wolff

Mindestanforderungen an die Qualität von SV-Gutachten im Familienrecht – Fehlerhaftigkeit, Mängel, Kosten bis hin zur Befangenheit

Michael K. Wolff, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Familienrecht, für Strafrecht und für Verkehrsrecht klärt in diesem Seminar zum kritischen Umgang mit Sachverständigengutachten in familienrechtlichen Verfahren auf.

Welche formalen und inhaltlichen Standards müssen erfüllt sein, wie erkennen Sie methodische Mängel und greifen diese gezielt an? Ein tiefer Einblick in den langjährig gereiften Erfahrungsschatz zur Auseinandersetzung mit psychologischen Gutachten und ihren Schwächen.

Ihr Nutzen auf einen Blick

  • Überblick über die rechtlichen und methodischen Mindestanforderungen an Sachverständigengutachten
  • Aktuelle BGH- und OLG-Rechtsprechung zur Gutachtenqualität
  • Erkennen typischer Fehler und Mängel in Sachverständigengutachten
  • Praxistipps zur Kostenkontrolle und Vergütung des Sachverständigen
  • Strategien zur erfolgreichen Ablehnung wegen Befangenheit
  • Praxistipps für die Mandantenkommunikation
  • Interaktiv: Sie erhalten Gelegenheit, individuelle Fragen an den Referenten zu stellen.
  • Vortragsunterlagen inklusive.
  • Alle Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung nach § 15 FAO.

Ein familienpsychologisches Gutachten entscheidet oft über Sorge- und Umgangsrecht – aber ist es auch methodisch einwandfrei? Viele Gutachten genügen den fachlichen Mindestanforderungen nicht, und das kann für die Mandantschaft gravierende Folgen haben!

In familienrechtlichen Verfahren, insbesondere bei Sorgerechts- und Umgangsstreitigkeiten, spielt das Sachverständigengutachten häufig eine zentrale, mitunter entscheidende Rolle. Umso wichtiger ist es, dessen Qualität kritisch zu prüfen – methodisch, inhaltlich und formal.

In der Praxis zeigen sich jedoch immer wieder erhebliche Mängel: unzureichende Erhebungsmethoden, mangelnde Sachkunde, überzogene Bearbeitungszeiten und Kosten oder gar Anzeichen von Befangenheit. Wer diese Schwachstellen nicht erkennt und rechtzeitig rügt, riskiert eine für die Mandantschaft nachteilige Entscheidung auf fragwürdiger tatsächlicher Grundlage.

In diesem Webinar vermittelt Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht Michael K. Wolff, ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet, systematisch und praxisnah, welche Mindestanforderungen an familienrechtliche Sachverständigengutachten zu stellen sind, wie Fehler und Mängel erkannt werden und wie im Fall der Befangenheit erfolgreich vorgegangen wird. Die detaillierten Seminarunterlagen ermöglichen die individuelle Nachbereitung und geben Sicherheit bei der konkreten Mandatsbearbeitung.

Incl. Fortbildungsbescheinigung nach § 15 FAO.

Die Inhalte des Webinars:

Grundlagen des Sachverständigenbeweises im Familienrecht

  • Rechtliche Grundlagen: §§ 163, 30 FamFG i. V. m. ZPO
  • Auswahl und Bestellung des Sachverständigen
  • Beweisbeschluss: Anforderungen an Fragestellung und Umfang
  • Rolle des Gutachtens im gerichtlichen Entscheidungsprozess

Mindestanforderungen an die Qualität von Gutachten

  • Fachliche Qualifikation und Sachkunde des Sachverständigen
  • Methodische Standards (u. a. Mindestanforderungen der BGH-Rechtsprechung)
  • Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit
  • Aktuelle Leitlinien und Standards der Fachverbände

Typische Fehler und Mängel in der Praxis

  • Unzureichende Tatsachenermittlung und Anknüpfungstatsachen
  • Methodenfehler bei psychologischen Testverfahren
  • Überschreitung des Gutachtenauftrags
  • Unzulässige rechtliche Wertungen durch den Sachverständigen

Umgang mit fehlerhaften Gutachten im Verfahren

  • Substantiierte Kritik: Anforderungen an die Rüge von Mängeln
  • Ergänzungsgutachten und Anhörung des Sachverständigen
  • Antrag auf Einholung eines weiteren Gutachtens (§ 412 ZPO)
  • Verwertbarkeit mangelhafter Gutachten

Kosten des Sachverständigengutachtens

  • Vergütung nach dem JVEG
  • Kostenkontrolle und Rüge überhöhter Kostenrechnungen
  • Erinnerung gegen die Festsetzung der Vergütung
  • Kostentragung im Verfahren

Befangenheit des Sachverständigen

  • Voraussetzungen der Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit
  • Typische Befangenheitsgründe in der Praxis
  • Verfahren der Ablehnung und Fristen
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Befangenheit von Sachverständigen

Mandantenkommunikation

  • Erläuterung der Bedeutung des Gutachtens gegenüber der Mandantschaft
  • Umgang mit Erwartungen und Enttäuschungen
  • Vorbereitung der Mandantschaft auf die Begutachtung

Der Referent

Michael K. Wolff, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Familienrecht, Fachanwalt für Strafrecht und Fachanwalt für Verkehrsrecht. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaften Familienrecht, Strafrecht und Verkehrsrecht im DAV, des Deutschen Familiengerichtstages e.V., Deutschen Juristentages e.V. und der Strafverteidigervereinigung NRW e.V., sowie Teil des Vorstands der Rechtsanwaltskammer Hamm. Als Dozent ist er im Familien- und Strafrecht im Rahmen der anwaltlichen Fortbildung nach FAO für verschiedene Institutionen tätig.

Zielgruppe

(Fach-)Anwältinnen und Anwälte für Familienrecht

Michael K. Wolff

Mindestanforderungen an die Qualität von SV-Gutachten im Familienrecht – Fehlerhaftigkeit, Mängel, Kosten bis hin zur Befangenheit

Online-Teilnahme – Fragen an Referenten per Chat – Zusendung der Seminarunterlagen - Teilnahmebestätigung nach § 15 FAO

Termin:
Donnerstag, 22.10.2026, 14.00 - 16.30 Uhr

Online-Teilnahme

199,00 € je Teilnehmer
zzgl. 19% USt

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