Am besten heute noch und natürlich zum kleinen Preis. Was für den Mandanten nach Zeitersparnis klingt, bedeutet für Sie oft mehr Arbeit, mehr Haftungsrisiko und weniger Honorar. Joerg Heidrich und Niklas Mühleis erleben diese Situation selbst im Kanzleialltag.
Sie zeigen, wie Sie souverän reagieren und KI in Ihrer eigenen Kanzlei rechtssicher und wirtschaftlich einsetzen.
Ihr Nutzen
- Sie erhalten einen realistischen Überblick darüber, welche Aufgaben KI in der Kanzlei heute zuverlässig übernehmen kann und wo menschliche Kontrolle unverzichtbar bleibt.
- Sie kennen die Anforderungen von BRAO, StGB und DSGVO an den Einsatz externer KI-Dienste und wissen, worauf es bei der Auswahl von Anbietern ankommt.
- Sie können KI-generierte Vorlagen Ihrer Mandanten souverän einordnen und den Prüfaufwand in Mandatsvereinbarung und Vergütung absichern.
- Sie lernen Vergütungsmodelle kennen, mit denen sich Effizienzgewinne durch KI auch wirtschaftlich nutzen lassen.
Der „Mandant 4.0“ ist längst Realität. Er kommt nicht mehr mit einer Frage, sondern mit der vermeintlichen Antwort: dem KI-generierten Schriftsatz, dem selbst erstellten Gutachten, dem fertigen Vertrag oder einem seitenlangen Fragenkatalog. Von Ihnen erwartet er nur noch die Unterschrift, möglichst schnell und möglichst günstig.
Dabei ist die Prüfung solcher Vorlagen oft aufwendiger als die eigene Erstellung. Halluzinierte Urteile, veraltete Rechtslage und übersehene Risiken müssen erst einmal gefunden werden. Und wer unterschreibt, haftet. Das müssen Sie dem Mandanten vermitteln und in Mandatsvereinbarung, Haftung und Vergütung sauber abbilden.
Gleichzeitig nutzen Sie KI selbst. Sie recherchiert, fasst Akten zusammen und entwirft Schriftsätze. Das spart Zeit, wirft aber neue Fragen auf. Sobald Mandatsdaten eine Cloud oder KI-Schnittstelle erreichen, steht die Verschwiegenheitspflicht nach § 43a Abs. 2 BRAO auf dem Spiel, strafbewehrt durch § 203 StGB. Und wer dank KI schneller arbeitet, verdient bei Stundenabrechnung weniger.
Joerg Heidrich und Niklas Mühleis kennen diese Fragen aus erster Hand: aus dem eigenen Kanzleialltag ebenso wie aus der Beratung von Mandanten im KI-Recht. Statt Theorie erhalten Sie konkrete Empfehlungen, die Sie direkt umsetzen können.
Die Inhalte des Webinars
1. KI in unserem Kanzleialltag
- Recherche, Zusammenfassungen, Schriftsätze und Verträge
- Deep Research und KI-Agenten
- Produktivitäts- und Effizienzgewinne
2. Qualität und Verantwortung
- Halluzinationen und Fehlerkontrolle
- Human in the Loop
- Anwaltliche Letztverantwortung
3. Berufsrecht
- Verschwiegenheit und Dienstleistereinbindung: § 43a Abs. 2 BRAO, § 43e BRAO, § 203 StGB
- Anforderungen an KI-Anbieter und Legal-KI
4. Der „Mandant 4.0“
- Wie geht man mit KI-generierten Ergebnissen von Mandanten um?
- Das Phänomen des KI-generierten Anwaltsbriefings auf dem Prüfstand
- Prüfungsumfang, Haftung und Mandatsvereinbarung
5. KI und Vergütung
- Die Krise der Stundenabrechnung
- Pauschalhonorare und Value Billing
- Produktisierung von Rechtsdienstleistungen
- Erfolgsbasierte Elemente
6. Ausblick
- Wie verändert KI das Berufsbild?
- Welche juristischen Tätigkeiten bleiben besonders wertvoll?
- Strategie, Bewertung, Verantwortung und Vertrauen
Für wen ist das Webinar geeignet?
Für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Kanzleiinhaberinnen und -inhaber, Syndikusrechtsanwältinnen und -anwälte sowie Kanzleimanagerinnen und -manager, die KI bereits nutzen oder ihren Einsatz planen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Ihre Referenten
Joerg Heidrich, Fachanwalt für IT-Recht und Gründungspartner von Heidrich Rechtsanwälte in Hannover, berät im KI-, Datenschutz- und Urheberrecht. Er ist Justiziar und Datenschutzbeauftragter von heise medien, zertifizierter KI-Manager (IHK) und KI-Auditor (TÜV), lehrt KI-Recht an der FernUniversität in Hagen und ist Co-Host des Podcasts „Auslegungssache“. In seinen Kursen zeigt er Juristen, wie sie KI praktisch nutzen.
Niklas Mühleis, LL.M., Rechtsanwalt und Partner bei Heidrich Rechtsanwälte, berät Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups im KI- und Datenschutzrecht. Er ist Co-Autor des „Rechtsleitfaden KI im Unternehmen“ (Rheinwerk, 2024), schreibt für c't, iX und MMR und spricht regelmäßig auf Fachkonferenzen zur KI-Verordnung.