Neu in diesem Update


Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

mit der 4. Auflage der „100 typischen Mandate im Erbrecht“ wurden zahlreiche neue Entscheidungen und Veröffentlichungen eingearbeitet. Im Mittelpunkt steht die auch in den Medien viel beachtete Entscheidung des BGH zum digitalen Nachlass. Die Durchsetzung der Rechtsnachfolge an Kommunikationsinhalten sozialer Medien sowie clouds entwickelte sich angesichts der AGB von Google, Facebook, Yahoo und Co. zu einem undurchdringlichen Dickicht. Doch nun ist klar: die Netzwerkbetreiber kommen an dem bewährten Prinzip der Universalsukzession nicht vorbei. Dem BGH ist es gelungen, auch die aus neuen Medien entstandenen Kommunikationsinhalte dem § 1922 BGB zu unterstellen, sodass der Vertrag über ein Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk grundsätzlich im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Erben des ursprünglichen Kontoberechtigten übergeht und diese einen Anspruch gegen den Netzwerkbetreiber auf Zugang zu dem Konto einschließlich der darin vorgehaltenen Kommunikationsinhalte haben.
Dies dürfte vielen der digital natives indes nur unzureichend bewusst und so manchem user hinsichtlich der Wahrung seiner Privatsphäre gar nicht lieb sein. Insoweit wurden im Kapitel Testamentsgestaltung neue Mandatssituationen entwickelt, die dem Erblasser Möglichkeiten aufzeigen, den Zugriff seiner Erben auf Kommunikationsinhalte, die geheim bleiben sollen, wirksam zu verhindern.

Hervorzuheben sind sodann wegweisende Entscheidungen des EuGH zur Anwendung der EuErbVO zur dinglichen Wirkung ausländischer Immobilienvermächtnisse und zur Behandlung des güterrechtlichen Ehegattenerbteils im Europäischen Nachlasszeugnis.

Schließlich wurden die einzelnen Kapitel aktualisiert und erweitert sowie um einige neue Mandatssituationen ergänzt. Die im Titel genannte Anzahl ist damit weit überschritten!


Viel Erfolg und Freude bei der Arbeit mit Ihrem Praxisleitfaden wünscht Ihnen

Ihre
Astrid Heckel
Produktmanagerin Recht

Deubner Verlag GmbH & Co. KG