Die Nebenklage im Strafverfahren aus Sicht des Anwalts

Die Nebenklage ist in den §§ 395 – 402 StPO geregelt und entgegen ihrer missverständlichen Bezeichnung keine echte Klage. Vielmehr räumt die Nebenklage dem Berechtigten nur das Recht ein, sich in bestimmten Fällen einer von der Staatsanwaltschaft erhobenen öffentlichen Klage anzuschließen und dient damit dem Opferschutz.

Hier finden Sie alle Informationen, die Sie als Anwalt über die Nebenklage im Strafverfahren brauchen sowie einen praxisorientierten Beispielsfall mit Lösung, Muster (z.B. für die Anschlusserklärung zur Nebenklage oder Beschwerde gegen einen Nebenklagenichtzulassungsbeschluss) u.v.m. Diese Seite lässt Sie Ihren Mandanten optimal beraten und unterstützen und erleichtert Ihren Arbeitsalltag!

 

Zweck der Nebenklage und Stellung des Nebenklägers: Das müssen Sie wissen!

Zweck der Nebenklage ist es, dem durch eine rechtswidrige Tat Verletzten eine verfahrensrechtlich gesicherte Rechtsposition und Beteiligungsbefugnis zu verschaffen, ihn zu schützen und seine Interessen im Verfahren darzustellen, zu vertreten und zu verteidigen. Zur Realisierung dieses Zwecks enthalten die Vorschriften der Nebenklage einen Enumerativkatalog mit den Rechten des Nebenklägers (vgl. §§ 397, 397a, 400, 401 StPO). Sowohl bzgl. der Nebenklageberechtigung als auch der Befugnisse des Nebenklägers weicht die Nebenklage im Strafverfahren stark von der Privatklage ab.

Hier erfahren Sie kompakt nicht nur alles über den Zweck der Nebenklage, die Stellung des Nebenklägers und rechtspolitische Bedenken am Institut der Nebenklage, sondern auch über Probleme und Chancen für Sie als Verteidiger, wenn Sie in der Hauptverhandlung mit einem (vertretenen) Nebenkläger konfrontiert sind. Konkrete Handlungsempfehlungen, die Ihnen bei der optimalen Verteidigung Ihres Mandanten helfen, finden Sie hier!

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Nebenklagebefugter Personenkreis und nebenklagefähige Delikte: Die Anschlussberechtigung zur Nebenklage

§ 395 Abs. 1-3 StPO regelt abschließend den Kreis der zum Anschluss im Wege der Nebenklage Berechtigten. Im Regelfall liegt eine Anschlussberechtigung zur Nebenklage für den Verletzten bestimmter strafbarer Handlungen vor. Darüber hinaus enthält die Nebenklage ein originäres Anschlussrecht für Angehörige eines getöteten Opfers. Auch der Antragsteller eines Klageerzwingungsverfahrens kann anschlussberechtigt zur Nebenklage sein. Doch wie sieht es mit der Anschlussberechtigung zur Nebenklage in Verfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende aus? Mit welcher Begründung kann das Gericht einen einmal ergangenen Zulassungsbeschluss zur Nebenklage aufheben?

Unser Fachbeitrag informiert Sie zuverlässig über alles, was Sie über die Anschlussberechtigung zur Nebenklage wissen müssen und beantwortet nicht nur die hier aufgeworfenen, sondern auch weitere praxisrelevante Fragen. Klicken Sie jetzt hier!

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Die Anschlusserklärung zur Nebenklage: Form und Verfahrensgang

Für eine wirksame Anschlusserklärung zur Nebenklage müssen Sie als Anwalt die Formerfordernisse und den Verfahrensgang kennen. Hier erfahren Sie rasch und sicher, wie und wo Sie den Anschluss zur Nebenklage erklären und wann die Anschlusserklärung wirksam wird. Lesen Sie weiter!

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"In jeder Lage des Verfahrens"? Zeitpunkt der Anschlusserklärung zur Nebenklage

Gem. § 395 Abs. 4 Satz 1 StPO ist der Anschluss zur Nebenklage in jeder Lage des Verfahrens zulässig. Was genau bedeutet „in jeder Lage“? Wie wirkt es sich z.B. aus, wenn sich der Nebenkläger zu einem Zeitpunkt anschließen will, in dem er gar keine Rechtsmittel mehr einlegen könnte? Führt die Rechtskraft des Schuldspruchs zu einem Verlust der Anschlussberechtigung zur Nebenklage? Hier erhalten Sie auf den Punkt gebracht alle relevanten Informationen über den Zeitpunkt der Anschlusserklärung zur Nebenklage.

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Anschlusserklärung des Nebenklägers und PKH-Antrag für die Nebenklage (Fall mit Lösung & Mustererklärung)

Stellen Sie sich folgenden Sachverhalt vor: Ein mittel- und erwerbsloser Mandant kommt zu Ihnen und bittet Sie um Vertretung wegen einer bei einer Kneipenschlägerei erlittenen Verletzung. Sie beantragen Einsicht in die staatsanwaltliche Ermittlungsakte, aus der hervorgeht, dass die Staatsanwaltschaft bereits Anklage erhoben, sich der Beschuldigte eingelassen und die Verletzung Ihres Mandanten zwar eingeräumt, sich aber auf Notwehr berufen hat. Neben der Frage, ob tatsächlich Notwehr vorlag, steht die Entstehung der Auseinandersetzung im Streit. Mehrere vernommene Zeugen haben die Auseinandersetzung und deren Entstehung teilweise sehr unterschiedlich und widersprüchlich geschildert. Drei weitere Zeugen, die Ihr Mandant in seiner polizeilichen Vernehmung benannt hat, sind im Ermittlungsverfahren nicht vernommen worden.

Wie würden Sie vorgehen? Was würden Sie Ihrem Mandanten empfehlen? Unser Fall mit Musterlösung bietet Ihnen Informationen über die Verfahrensrechte des Nebenklägers sowie Prozesskostenhilfe und prozesstaktische Hinweise über die Vor- und Nachteile des Nebenklageanschlusses. Darüber hinaus erhalten Sie das Muster einer Anschlusserklärung des Nebenklägers mit PKH-Antrag für die Nebenklage. Mit unserem Muster sparen Sie wertvolle Zeit und erleichtern sich Ihren Arbeitsalltag! Klicken Sie jetzt hier!

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Das Gericht weist die Nebenklageanschlusserklärung zurück? So gehen Sie vor! Beschwerde gegen einen Nebenklagenichtzulassungsbeschluss (Fall mit Lösung & Musterbeschwerde)

Trotz Berechtigung zur Nebenklage weist das Gericht die Nebenklageanschlusserklärung zurück? Wie gehen Sie als Verteidiger nun am besten vor? Hier finden Sie einen Beispielsfall mit Lösung, der prozesstaktische Hinweise und das Muster einer Beschwerde gegen einen Nebenklagenichtzulassungsbeschluss enthält. Damit vertreten Sie Ihren Mandaten effektiv und sicher!

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Kosten der Nebenklage – Überblick

Grundsätzlich gilt bzgl. der Kosten der Nebenklage, dass bei Verurteilung des Angeklagten wegen einer Tat, die den Nebenkläger betrifft, der Angeklagte die Kosten der Nebenklage zu tragen hat. Kommt es jedoch zu einem Freispruch oder muss der Angeklagte aus anderem Grunde die Kosten der Nebenklage nicht tragen, so trägt nicht die Staatskasse die Kosten der Nebenklage, sondern der Nebenkläger selbst.

Wer trägt die Kosten der Nebenklage bei Einstellung des Verfahrens? Was passiert bei einem Strafbefehlsverfahren? Wann wird von einer Kostentragung des Angeklagten aus Billigkeitsgründen gem. § 472 Abs. 1 Satz 3 StPO abgesehen? Ist dem Nebenkläger eine Reisekostenentschädigung zu gewähren? Welche Rechtsanwaltsgebühren kommen auf den Nebenkläger zu? Antworten auf diese Fragen und weitere Informationen rund um das Thema Kosten der Nebenklage finden Sie in unserem Überblick. Klicken Sie hier!

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